Heilbronn – Stark besetzt waren auch heuer wieder die nationalen Titelkämpfe der 20- bis 22-jährigen Athleten der U23-Junioren-Klasse. Der neue deutsche Meister im Hochsprung der Junioren kommt aus Rosenheim: Lucas Mihota sicherte sich im Trikot der LG Stadtwerke München die Goldmedaille mit 2,15 Metern. Als jüngster Starter zeigte der 19-jährige U20-Jugendliche eine überlegene Vorstellung. Dabei verwies er am Ende Jonas Wagner vom Dresdner SC mit 2,12 Metern auf den Silber-Platz sowie Alexander Heidu vom ABC Ludwigshafen (3./2,12 Meter) auf den Bronze-Rang. Mit diesem Sieg bestätigte der Rosenheimer zugleich, dass er derzeit in Top-Form ist. Vor wenigen Tagen erhielt er übrigens eine Nominierung vom Bundesausschuss Leistungssport des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die U20-Weltmeisterschaften in Tampere/Finnland vom 10. bis 15. Juli. Damit zählt er zu den fünf Bayern, die das Nationaltrikot in der 64-köpfigen DLV-Mannschaft tragen werden. Qualifiziert hatte sich der U18-Europameister des Jahres 2016 mit seinem Sieg bei der 25. Bauhaus Juniorengala in Mannheim, wo er mit 2,10 Metern gewann.
Nicht ganz freuen konnte sich Johanna Windmaier vom TSV Wasserburg bei ihrem Auftritt über 100 Meter Hürden der Juniorinnen: Den Vorlauf überstand sie als Gesamtsechste mit 14,08 Sekunden. Im Finale hatte sie dann ein wenig Pech: Nach einem Fehlstart einer Konkurrentin hätte dieser Endlauf zurückgeschossen werden müssen, der Starter gab das Rennen dennoch frei. Dementsprechend fand die Wasserburgerin nicht in ihr Rennen und kämpfte sich nach 13,78 Sekunden als Sechste ins Ziel. Die fehlgestartete Athletin wurde im Nachhinein noch disqualifiziert und damit belegte Windmaier schließlich als beste Bayerin den fünften DM-Platz. Vanessa Hammerschmidt von der LG Nord Berlin gewann mit 13,37 Sekunden Gold.
In der Klasse der Junioren U23 zeigte der Reitmehringer Lukas Koller sein Können in zwei Wurf-Disziplinen. Nicht leicht hatte er es in den letzten Monaten dieser Saison, da er an den Folgen eines Fahrradunfalls laborierte. Umso unerwarteter waren diesmal seine beiden Auftritte im Trikot der LG Stadtwerke München in Heilbronn. Im Kugelstoß-Finale wuchtete er das 7,26-Kilogramm-Wurfgerät auf beachtliche 16,55 Meter. Damit sicherte er sich den siebten Platz hinter Cedric Trinemeier von der MTG Mannheim mit 19,08 Metern. In seiner Paradedisziplin im Diskuswurf bestätigte er, dass er derzeit der beste Bayer ist. Die Zwei-Kilogramm-Scheibe schleuderte der bärenstarke Athlet auf 53,58 Meter. Im Endkampf reservierte er sich damit den siebten DM-Platz in der übermächtigen Konkurrenz hinter dem neuen deutschen Meister Henning Prüfer vom SC Potsdam mit 61,26 Metern.
Für den TuS Bad Aibling gab es diesmal den 13. Rang über 400 Meter Hürden der Junioren: Als zweitbester Bayer spurtete Johannes Gremm auf gute 55,78 Sekunden. Aus der Schublade „Pleiten, Pech und Pannen“ gab es einen Pechvogel in Heilbronn: Die Aiblingerin U20-Athletin Noemi Rentz schaffte im Stabhochsprung der Juniorinnen nicht die Anfangshöhe und schied ohne Platzierung aus. Mit ihrer Saisonbestmarke von 3,80 Metern hätte sie eine Platzierung zwischen fünf und sieben erreichen können.stl