Fussball

Spiel und Organisation auf gutem Niveau

von Redaktion

Das letzte Testspiel des TSV 1860 Rosenheim vor der am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen den VfR Garching beginnenden Fußball-Regionalliga-Saison war gut, das Ergebnis von 1:4 weniger. Am besten war aber, dass Spendengelder für den erkrankten Andreas Grimm zusammengekommen sind.

Kolbermoor – Das Benefizspiel gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching vor 330 Zuschauern auf dem Sportplatz der Pauline-Thoma-Schule in Kolbermoor war der Anlass, die Eintrittsgelder und den Verkaufserlös zu spenden.

Sportlich setzten die Sechziger die ersten Akzente und hatten gleich zu Beginn durch Neuzugang Omer Jahic eine große Gelegenheit, in Führung zu gehen, doch Hachings Keeper konnte den Schuss gerade noch abwehren. „In der Anfangsphase hatten wir brutales Glück“, so Hachings Präsident Manfred Schwabl. Die Führung seines Teams war der erste von insgesamt drei Treffern des möglichen Rückkehrers Dominik Widemann. Der Offensivspieler stand zuletzt beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim unter Vertrag und soll nun die Hachinger wieder verstärken.

Für ein Testspiel stand besonders die erste Halbzeit bereits auf hohem Niveau und 1860 Rosenheim hatte mehrmals einen Treffer auf dem Schlappen. Auch Rosenheims Trainer Ogi Zaric sah gute Ansätze seines Teams und war trotz der Niederlage nicht unzufrieden, weil sich die Mannschaft gerade in der ersten Halbzeit gegen einen klassenhöheren Verein gut verkauft hätte. Beide Trainer sahen ein Spiel auf gutem Niveau, das Unterhaching letztlich verdient, allerdings um das ein oder andere Tor zu hoch, gewann. Auf Hachinger Seite glänzte Dreifach-Torschütze Widemann, der mit Flachschuss, einem gekonnten Heber und per Kopf traf. Ein erfreulicher Aspekt für 1860 Rosenheim war das Comeback von Pius Krätschmer nach schwerer Verletzung, dem kurz vor Schluss per abgefälschtem Freistoß der Treffer zum 1:3-Zwischenstand gelang. Der vierte Hachinger Treffer fiel dann in der Schlussminute. Der Nußdorfer Schiedsrichter Matthias Zacher leitete das Spiel gewohnt souverän.

„Eine sehr schöne Veranstaltung, top organisiert“, lobte Schwabl die Sechziger und den Freundeskreis von Andreas Grimm. Schwabl war es, der die Idee hatte, die Familie Grimm finanziell zu unterstützen, nachdem zwischen Unterhaching und 1860 Rosenheim eine Kooperation im Jugendbereich stattfindet. Unterhaching trägt einmal im Jahr ein Benefizspiel aus und nachdem er im Internet auf das tragische Schicksal von Grimm aufmerksam wurde, war für Schwabl klar, hier zu helfen. Die Zusage aus Rosenheim kam postwendend und die Durchführung gestern war bester Beweis, wie Fußball verbindet. Andreas Grimm und seine Frau Tina zeigten sich höchst dankbar, vor allem auch, weil so viele Freunde kamen, die sie lange nicht gesehen hatten.ru

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