Rosenheim – Am zweiten Spieltag der noch jungen Saison in der Fußball-Regionalliga Bayern steht für den TSV 1860 Rosenheim das erste Auswärtsspiel beim Aufsteiger Viktoria Aschaffenburg an. Da dies gleichzeitig die weiteste Auswärtsfahrt der Saison ist, reiste die Truppe von Ognjen Zaric und Thomas Kasparetti bereits gestern an. Anstoß am heutigen Freitag ist 18.30 Uhr.
Nach dem Auftaktsieg in letzter Sekunde tritt man die weite Reise deutlich entspannter an. Zumal im Vergleich zur Vorwoche auch Kapitän Mathias Heiß nach abgelaufener Rotsperre zurück in den Kader rückt. In der taktischen Grundausrichtung könnte dadurch Ludwig Räuber wieder in eine spielgestaltende Position im zentralen Mittelfeld einnehmen. Dort haben jedoch Nachwuchsmann Adel Merdan und der technisch versierte Omer Jahic beim Regionalliga-Debüt einen starken Eindruck hinterlassen.
Nicht mit dabei ist hingegen Korbinian Linner. Der Offensivspieler war eigentlich auf dem Sprung in die Startformation, ist dann aber jäh gestoppt worden. Nach einem Sonnenbad am Königssee wurden bei Linner satte 19 Zeckenbisse festgestellt. Eine Antibiotika-Behandlung soll nun für Besserung sorgen.
Die Viktoria aus Aschaffenburg feierte ihre Rückkehr in die Regionalliga Bayern nach dem Abstieg 2016 mit einem 2:2 Unentschieden in Buchbach. Dabei musste man erst in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer hinnehmen. Mit 82 Punkten und lediglich vier Niederlagen stieg der Ex-Zweitligist aus der Bayernliga Nord auf. Damals wie heute war Björn Schnitzer die offensive Allzweckwaffe. Während er in der vergangenen Spielzeit 53 Scorerpunkte sammelte (33 Treffer; 20 Vorlagen), konnte er sich auch vergangene Woche in die Torschützenliste eintragen. Diesbezüglich müssen die Rosenheimer auf der Hut sein. Dass ihnen der Gegner liegt, zeigt die Statistik. Zwei Unentschieden und fünf Siege stehen keiner einzigen Niederlage gegenüber. Auch im wohl wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte. In der Aufstiegsrelegation 2016 entführten die Rosenheimer nach einem glücklichen 0:0 im Heimspiel einen 1:0-Sieg in Aschaffenburg.
Aschaffenburgs Trainer Jochen Seitz hat die Sechziger am letzten Samstag beobachtet: „Rosenheim ist extrem stark und hat vor allem in der Offensive sehr starke Leute. Dennoch wollen wir unserem Publikum ein gutes Spiel zeigen und den ersten Heimsieg einfahren.“ mpo/tn