2. Tennis-Bundesliga Süd

Die Entscheidung fiel in den Doppeln

von Redaktion

Mit 6:3 konnten die Tennis-Herrenmannschaft des TC 1860 Rosenheim ihren zweiten Sieg im zweiten Spiel der Saison gegen den TC Amberg am Schanzl holen. Wie das Ergebnis schon aussagt,war es eine äußerst knappe und umkämpfte Zweitliga-Partie, in der es viele entscheidende Match-Tiebreaks gab.

Rosenheim – In der ersten Runde starteten mit den Österreichern Lenny Hampel und Lukas Jastraunig, sowie dem Italiener Ricardo Bellotti feste Größen der letzten Jahre bei den Sechzigern. Bellotti und Jastraunig kamen mit Rückenwind vom letzten Spiel, bei dem sie beide ihre Matches gewinnen konnten. Hampel musste verletzungsbedingt am ersten Spieltag aussetzen, und hatte seinen ersten Einsatz dieses Jahr. Diese verschiedenen Konstitutionen ließen sich auch während des Spiels beobachten. Hampel agierte von Anfang an mit wenig Sicherheit und machte insgesamt zu viele Fehler. Er musste sich seinem Landsmann Gabriel Schmidt mit 4:6 und 1:6 geschlagen geben, wobei sich im zweiten Satz zeigte, dass er körperlich noch nicht hundertprozentig fit ist. Bellotti und Jastraunig hingegen knüpften an ihre Leistungen vom ersten Spiel an. Jastraunig ließ mit 6:2 und 6:1 dem Russen Alexander Mozgovoy wenig Chance, und auch Bellotti hatte beim 6:3 und 6:4 gegen Albert Wagner eher wenige Probleme. Somit gingen die Rosenheimer mit 2:1 in Führung.

In der zweiten Runde fand das Spitzenmatch zwischen dem Spanier Carlos Gomez-Herrera, der seinen ersten Einsatz für die Sechziger hatte, und Peter Heller statt. Zwar trennen die beiden 200 Plätze in der Weltrangliste, doch schon im Vorfeld wusste man, dass sich Heller einer hervorragenden Form im Moment erfreut. Dies zeigte er auch in Rosenheim und konnte den ersten Satz mit 6:3 gewinnen. Gomez-Herrera kämpfte sich jedoch mit anfeuerndem Publikum zurück und gewann den zweiten Satz mit 6:1. Im Match-Tiebreak verlor er jedoch die Sicherheit und er streute viele Fehler ein, wodurch er sich letztendlich mit 6:10 geschlagen geben musste. Am Nebenplatz fand simultan der zweite Match-Tiebreak des Tages statt. Thomas Statzberger kämpfte an Position drei mit seinem österreichischen Landsmann Nicolas Reissig und es schien, als hätte Rosenheim sein Tiebreak-Glück gegen Rüsselsheim schon verbraucht. Auch hier verlor Statzberger mit insgesamt 6:2, 6:7 und 7:10. Bei Veteran Rainer Eitzinger, der das letzte Einzel des Tages bestritt, kam einmal mehr seine Routine zum Vorschein. Beim 7:6 und 6:1 gegen seinen jungen Kontrahenten fand er Antworten für alle Schläge des Ambergers.

Somit stand es nach den Einzeln 3:3, erstmals eine brenzlige Situation für Teamchef Dieter Dörfler und zwei Doppelsiege mussten her. Diese sollten die Paarungen Gomez-Herrera/Eitzinger, Statzberger/Weissborn und Jastraunig/Bellotti bringen. Nachdem es am Anfang in allen Partien nicht gut aussah, zog das Einser-Doppel Gomez-Herrera/Eitzinger davon, und konnte sich den Sieg souverän mit 6:3 und 6:0 holen. Dies war besonders überraschend, da dies eigentlich das im Vorhinein am schwierigsten eingeschätzte Doppel war. Dann zogen Jastraunig/Bellotti nach, die, nachdem sie 2:5 im ersten Satz zurücklagen, sich neu fokussierten und letztendlich mit 7:6 und 6:1 gewannen. Somit stand der Sieg für Rosenheim fest. Das i-Tüpfelchen legten noch Statzberger/Weissborn drauf, indem sie mit 4:6, 6:3 und 12:10 auch noch den Tiebreak-Fluch an diesem Tag besiegten und auf den Endstand von 6:3 stellten. Also alles in allem wieder ein hart umkämpfter Sieg der Rosenheimer, der äußerst wichtig für die Mentalität war.cst

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