Ruhpolding – Der Traillauf ist im Rennkalender der Ultraläufer fest etabliert und die Bedeutung des Laufes zeigt sich an der Beteiligung von Läufern aus acht Nationen. Mit den „Internationalen“ messen sich auch einige einheimische Läufer. Veranstalter Giselher Schneider: „Nicht nur die einheimischen Läufer schätzen die familiäre Betreuung während der Strapazen. Über die erneute gute Beteiligung bin ich sehr erfreut.“ Neben dem großen Starterfeld hat Schneider auch ein sehr großes Helferteam, sogar Vorjahressieger Tom Wagner ist als Helfer im Einsatz.
Die 100-Meilen-Strecke führt in einem „Vorspann“ zusätzlich über Zinnkopf, Teisenberg, Adlgaß, Kohleralm und Weißbach nach Zwing, wo sie in die 100-Kilometer-Strecke einfädelt. Die Strecke führt hauptsächlich über alpine Wander- und Forstwege und weist mehrere große Anstiege auf. Der Verlauf besteht aus zwei Runden im Gebiet von Ruhpolding: Zunächst wird der Rauschberg umrundet (26 Kilometer) und danach werden 74 Kilometer auf die Hörndl-wand und im Hochfelln-Gebiet gelaufen. Auf der Strecke gibt es sieben Verpflegungsstationen und mehrere Wasserstationen.
Die Streckenmarkierungen bestehen aus Schildern und rot-weißem Markierungsband an Bäumen und Sträuchern, sowie Pfeilmarkierungen am Boden und den Beschilderungen der Wanderwege. Selbstverständlich stehen auch GPS-Tracks zur Verfügung.
Den Streckenrekord über 100 Kilometer hält bei den Männern seit 2009 Petru Muntenasu mit 10:45 Stunden. Bei den Frauen gilt es, die Zeit von 13:40 Stunden zu schlagen, welche 2008 von Julia Böttger gelaufen wurde. Die Bestzeit auf der 100-Meilen-Strecke hat Rudi Döhnert mit 21:28 Stunden aus dem Jahr 2014; bei den Frauen steht immer noch Iris Dillingers Zeit von 27:33 Stunden aus dem Jahr 2010.
Bei den 100 Meilen versucht ein starkes Teilnehmerfeld, Rekordzeiten zu erzielen. In der Damenwertung wird Anke Warlich auf einem der ersten Plätze erwartet. Bei den Herren liegt das Augenmerk auf Tobias Krumm (Bergisch Gladbach), Jan Adamec (Tschechien) und dem 100-Kilometer-Vorjahressieger Armin Bernard (Rosenheim). Mit Ulrich von Großmann ist erneut ein Einheimischer am Start, er ist Rekordhalter mit 14 Teilnahmen. Auf der 100-Kilometer-Distanz gibt es auf der Papierform keinen Favoriten. Gespannt darf man auf Armin Hohenadler (TV Traunstein) sein. Die weiteren einheimischen Starter sind Armin Tollkühn Siegsdorf), Marcel Laponder (Bergwacht Ruhpolding), Simon Winkler (Dojo Wonneberg), Hans Wolfgruber (Petting), Reinhold Frank (Bergwacht Bergen) und Michael Popp (SC Ruhpolding).pfa