Nürnberg – Der neue deutsche Meister im Hammerwurf der Männer kommt aus Lauterbach: Johannes Bichler eroberte im Trikot der LG Stadtwerke München die Goldmedaille mit 71,67 Metern. Dabei erfüllte er sich einen langjährigen Traum und blieb dabei nur drei Zentimeter unter seinem persönlichen Rekord. Auf seinem Weg zum nationalen Titel verwies er Tristan Schwandke vom TV Hindelang mit 70,88 Metern auf den Silberplatz sowie Alexei Vladimirovic Mikhalov vom TV Wattenscheid mit 68,90 Metern auf den Bronzerang. Dabei lief es für Bichler im Vorkampf gar nicht besonders gut: „Beim Einwerfen hatte ich das Gefühl, dass ich das Feld im Griff habe, doch nach den ersten drei Versuchen hatte ich nur 66 Meter als Fünfter auf dem Konto“, erzählte Bichler, der dann eigentlich nicht mehr mit dem Titel rechnete. Dann arbeitete er sich in den letzten drei Finalversuchen allerdings konstant nach oben: Mit 70,42 Metern im vierten Versuch war er bereits Zweiter. „Im fünften Versuch habe ich technisch gut gearbeitet und die erlösenden 71,67 Meter geworfen“, so der Bauingenieur, der seinen Wettkampf als „sehr spannend“ bezeichnete. Als deutscher Meister darf er übrigens dennoch nicht bei den Europameisterschaften in Berlin an den Start gehen. „Schade ist es schon, weil ich denke, dass die EM-Norm mit 75,50 Metern zu hoch angesetzt ist. Und bei einer EM im eigenen Land sollte ein deutscher Starter schon dabei sein“, sagt der ehrgeizige Athlet. Für die Nominierungen ist eben der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) zuständig. Johannes Bichler sieht mit seinen jungen 28 Hammerwerfer-Jahren dennoch eine sehr gute Zukunft auch international. „Im Fernsehen werde ich die EM aufmerksam verfolgen, doch für mich war der deutsche Titel nun eine ganz große Sache“, freute sich Bichler.
Mit Platzierungen im unteren Drittel mussten sich diesmal gleich drei regionale Athleten begnügen. Im Diskuswurf der Männer war der Reitmehringer Lukas Koller der beste bayerische Athlet: Mit 53,29 Metern musste er sich im Trikot der LG Stadtwerke München mit dem 13. Rang begnügen und verfehlte um 5,98 Meter den Endkampf der besten acht Athleten.
Den 17. Platz erreichte Anna-Lena Stich vom PTSV Rosenheim im 3000-Meter- Hindernislauf der Frauen: Mit 11;02,05 Minuten war sie immerhin die schnellste Bayerin hinter der international erfahrenen Olympia-Athletin Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) mit 9:34,58 Minuten. Das frühe „Aus“ kam im Vorlauf über 100 Meter Hürden der Frauen auch für Johanna Windmaier vom TSV Wasserburg: Mit 14,16 Sekunden fand sie nicht ganz in ihr Rennen und belegte den 15. Gesamtrang.stl