Interview

Gottwald: „Wollen ins Finale und aufsteigen“

von Redaktion

Schön langsam kribbelt es wieder: Wenn sich der August nähert, dann ist auch die Rosenheimer Eiszeit nicht mehr weit. In den ersten Tagen des kommenden Monats gehen die Eishockeyspieler der Starbulls Rosenheim zur Vorbereitung auf die neue Oberliga-Saison erstmals wieder auf den gewohnten Untergrund.

Rosenheim – Im Sommerinterview (zu sehen auf www.starbulls.de) macht Vorstand Sport Stephan Gottwald Lust auf mehr, wenn er sein Ziel für die kommende Saison erläutert: „Wir wollen ins Finale und wollen aufsteigen. So haben wir auch den Kader zusammengestellt“, sagt Gottwald. Er weiß auch, dass dieses Vorhaben nicht einfach werden dürfte, aber: „Wir wollen weiterkommen als letzte Saison, uns entwickeln – und rauf in die 2. Liga“. Allerdings schätzt der Sportliche Leiter der Starbulls die Oberliga stärker als in der vergangenen Spielzeit ein. „Der Norden hat sich gut verstärkt, Regensburg wird ein anderes Bild abgeben, Landshut und Peiting schätze ich stark ein – die Starbulls allerdings auch.“ Letztlich könne man es auch mit den Tilburg Trappers aufnehmen, dem Serienmeister der letzten drei Jahre. Dass der Club aus Holland mit am Start ist, stört Gottwald. „Ich halte das für sinnvoll, dass die nicht bei uns spielen. Wir sind eine deutsche Oberliga und da hat eine holländische Mannschaft eigentlich nichts verloren. Aber man muss nicht alles verstehen, was die Oberen da machen.“

Einige der Rosenheimer Fans dürften auch nicht verstanden haben, dass der Kader der Starbulls nur mit vier Neuzugängen erweitert worden ist. Gottwald ist aber vom Rosenheimer Team überzeugt: „Wir haben einen guten Kern in der Mannschaft, die Jungs sind eine Einheit. Deshalb hatten wir auch nur ein paar Neuzugänge. Diese sind aber wichtig und werden uns weiterhelfen.“ Von Dusan Frosch erwartet sich Gottwald Durchschlagskraft im Powerplay, „was letztes Jahr nicht unbedingt unsere größte Stärke war“. Tom Pauker werde „richtig einschlagen“, Niki Meier „Stabilität in die Abwehr bringen und aufräumen“ und Martin Kohnle wurde verpflichtet, „damit wir keine Probleme haben, wenn ein Torwart ausfällt. Das ist aber auch ein fitter Typ.“ Zudem könne man noch nachlegen. „Wir schauen uns immer um und ständig werden uns Spieler angeboten. Wir vertrauen dem jetzigen Kader, aber wenn sich noch etwas tut, dann schlagen wir zu.“

Das wollen die Starbulls auch im Nachwuchsbereich, der ja ebenfalls unter Gottwalds Verantwortung steht. Beim Abstieg der DNL-Mannschaft seien die Rosenheimer „Opfer der Reform“ geworden. „Wir waren nicht schlechter als das Jahr zuvor. Jetzt müssen wir arbeiten und wieder nach oben kommen.“ Tom Schädler werde das auch schaffen. Gesucht wird noch ein Nachwuchstrainer, nachdem Max Kaltenhauser den Verein verlassen hat. Gottwald hat den Nachfolger fest im Auge und verspricht einen bekannten Namen. Ein „renommierter Trainer aus Deutschland“ soll es sein, der auch schon in Rosenheim gespielt habe. „Ein Publikumsliebling“, sagt Gottwald und macht – wie gesagt – Lust auf mehr.tn

Artikel 3 von 11