Burghausen – Wenn die Weißwürscht im Kessel sieden und die Schaumkrone der frisch gezapften Halben in der Sonne glitzert, dann steigt am Sonntag das „Frühschoppenspiel“ der Fußball-Regionalliga Bayern, dann ist es Zeit für das große Südostbayern-Derby zwischen dem SV Schalding-Heining und dem SV Wacker Burghausen. Anpfiff am Reuthinger Weg ist am Sonntag um 11.30 Uhr.
Sportlicher Ehrgeiz, Rivalität und Emotionen ja, aber die Fehden aus den Anfangsjahren dieses Derbys gehören längst der Vergangenheit an. „Vereine und Funktionäre pflegen seit Jahren ein gutes Verhältnis miteinander. Man begegnet sich mit Respekt. Alles andere hat auch auf dem Platz nichts verloren. Die Sprüche von damals sind längst eingewachsen“, sagt Schaldings Sportlicher Leiter Markus Clemens.
Burghausens Trainer Wolfgang Schellenberg ist nach den drei Siegen seiner Mannschaft froh, dass auch Schalding mit dem 2:1 in Fürth den ersten Sieg im zweiten Spiel eingefahren hat: „Jetzt wissen meine Spieler, dass Schalding trotz der vielen Ausfälle immer noch genug Qualität hat. Es gibt keinen Grund, die zu unterschätzen. Ganz im Gegenteil, wir wissen um die Leidenschaft, die Schalding an den Tag legt. Und in so einem Spiel packt so eine lauf- und kampfstarke Mannschaft noch mal ein paar Prozent drauf.“
Aufgrund der ungewöhnlichen Anstoßzeit hat Schellenberg das Freitagstraining auf Samstagvormittag verlegt, damit sich seine Spieler schon mal etwas an den Rhythmus gewöhnen: „Es ist sicherlich für die Spieler eine Umstellung und deswegen wird es schon spannend sein, wie die Spieler auf beiden Seiten das verkraften, noch dazu bei den Temperaturen.“ Und natürlich auch angesichts der Englischen Woche. „ Aber das gilt ja für beide Mannschaften. Es ist gut, dass wir erst wieder am Sonntag spielen und nicht schon am Freitag, somit ist die Erholungsphase etwas länger“, sagt der Burghauser Trainer.
Top motiviert wird Philipp Knochner sein, der seit der U17 das Wacker-Trikot getragen hat und nun beim 2:1 in Fürth seinen Einstand für Schalding gegeben hat. „Wir sehen großes Potenzial bei ihm, nach der langen Verletzung wird er sich peu a peu an seine alte Form heranarbeiten“, ist Clemens überzeugt, der auf 2000 Zuschauer hofft.mb