Fussball

Schellenberg: „Schwierigstes Spiel“

von Redaktion

Burghausen – Vier Siege und 7:2 Tore auf der einen, vier Pleiten und 0:10 Tore auf der anderen Seite – größer könnten die Gegensätze vor dem Spiel des Tabellenführers der Fußball-Regionalliga Bayern gegen das Schlusslicht nicht sein. Dennoch warnt Burghausens Trainer Wolfgang Schellenberg vor dem heutigen Duell um 19 Uhr in der Wacker-Arena gegen die SpVgg Bayreuth: „Das wird das bisher schwierigste Spiel.“

Der Coach sieht in der Konstellation Erster gegen Letzter das „Potenzial für eine mögliche Bruchlandung“ seiner Mannschaft: „Jeder erwartet doch jetzt von uns einen klaren Sieg, jeder glaubt doch, dass wir den Gegner aus dem Stadion schießen. Aber das ist eine ganz gefährliche Situation. Auf der einen Seite wollen und müssen wir ja unserer Favoritenrolle gerecht werden, auf der anderen Seite werden wir viel Geduld brauchen. Die große Kunst wird sein, den goldenen Mittelweg zu finden.“ Entsprechend wird Schellenberg seine Mannschaft auch einstellen, der Trainer fordert: „Wir müssen noch um ein paar Prozent fokussierter als sonst sein. Die taktische Disziplin wird eine extrem große Rolle spielen, vor allem müssen wir verinnerlichen, dass wir 90 Minuten Zeit haben, um die Partie für uns zu entscheiden, und nicht schon nach zehn Minuten alles klar machen müssen.“

In der kurzen Trainingswoche seit dem Sonntagssieg in Schalding hat Schellenberg die Belastung auch aufgrund der großen Hitze etwas heruntergefahren: „Wir müssen schauen, dass wir die Frische erhalten und dass die Spieler nicht platt werden.“ Verzichten muss Schellenberg aller Voraussicht nach auf Ex-Löwe Lukas Aigner, der ja bislang die Rolle als Sechser so ausgezeichnet interpretiert hat. Aigner hat schon seit Jahren immer wieder Probleme mit der Patellasehne, dieses sogenannte Patella-Spitzensyndrom ist aktuell wieder aufgebrochen und deswegen will der Fußball-Lehrer hier kein Risiko eingehen. Mögliche Kandidaten, die auf der Aigner-Position spielen könnten, sind Kapitän Daniel Hofstetter oder Valentin Micheli, kommen sie ins Team, müsste Schellenberg nicht groß umstellen.mb

Artikel 2 von 11