Laufsport

Hitzeschlacht beim Chiemgauer 100

von Redaktion

Bei der 14. Auflage des Chiemgauer 100 hieß es einen kühlen Kopf bewahren. Bei Temperaturen bis zu 30 Grad wurden den Trailrunnern alles abverlangt.

Ruhpolding – Unbeeindruckt von den heißen Bedingungen lief Thomas Wagner ein sehr starkes 100-Meilen-Rennen und verbesserte den bestehenden Streckenrekord um neun Minuten – Endzeit: 21:19 Stunden. Umso bemerkenswerter war diese Leistung, da der Vorjahressieger eigentlich als freiwilliger Streckenposten zur Verfügung stand und sich spontan zur Teilnahme entschied. Armin Bernard aus Rosenheim konnte dem Österreicher mit einem Rückstand von 1:31 Stunden nicht gefährlich werden. Hans Meixner komplettierte das Siegertreppchen. Der Drittplatzierte nahm den Ultralauf außerdem für eine private Spendenaktion zum Anlass. Seine Freunde und Geschäftspartner rief der Unternehmer aus Neubeuern dazu auf, für jeden Kilometer oder Höhenmeter einen geringen Betrag zu spenden. Das Geld kommt dem Sportfonds der Sportfreunde Attl zugute, der die Betreuten in der Einrichtung für Menschen mit Behinderung mit sportlichen Angeboten fördert. Unter den 14 Finishern auf der Langdistanz, auf der insgesamt 7500 Höhenmeter absolviert werden mussten, war erneut Ulrich von Grossmann (Eisenärzt). Er belegte bei seinem Heimrennen Rang sechs und blieb unter der 30-Stunden-Marke. Nach über 31 Stunden erreichten die beiden weiteren Einheimischen die Ziellinie: Martin Stahala (Chieming) und Armin Tollkühn (Siegsdorf).

Das deutsch-amerikanische Duell über 100 Meilen bei den Damen entschied Vorjahressiegerin Anke Wahrlich mit 28:47 für sich und verwies Birgit Mitchell (USA) auf Rang zwei.

Auch bei den 100 Kilometern zeigten zwei Damen eine starke Ausdauerleistung. Die Österreicherin Elfi Frank (Lauffeuer Chiemgau) feierten nach 13:47 Stunden ihren ersten Sieg, Nicole Köllner wurde Zweite.

27 Ultraläufer trotzten den heißen Temperaturen und erreichten nach 100 Kilometer das Ziel im Ruhpoldinger Waldstation. Nach 11:50 Stunden passierte Florian Felch die Ziellinie. Für die mit 4500 Höhenmetern gespickte Distanz benötigte der Amerikaner Isac Burleigh (Sieger 2016) 25 Minuten mehr. Ganz spannend war der Kampf um Platz drei: Marcel Laponder, für die Bergwacht Ruhpolding am Start, fehlten nur sieben Minuten, um Manuel Jakob den Stockerlplatz streitig zu machen.

Höhepunkt war die Siegerehrung im Ruhpoldinger Waldstadion. Die Sieger erhielten handgefertigte Statuten aus Ruhpoldinger Marmor und Edelstahl.pfa

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