Bulgarischer Spitzenringer

von Redaktion

TVT-Ringer ab September wieder mit drei Mannschaften auf der Matte

Traunstein – Noch ist es ein Monat hin, trotzdem steigt beim TV Traunstein aber auch bei so manchem Ringerfan die Spannung nach der knapp neun Monaten „ringerfreien Zeit.“ Dabei waren beim TVT in den vergangenen Monaten neben einigen mit Erfolg bestrittenen Einzelmeisterschaften vor allem logistische Herausforderungen zu bestehen. Mit dem Abriss der Franz-Eyrich-Halle Anfang des Jahres mussten auch die Ringer aus der Halle weichen, die über Jahrzehnte ihre sportliche Heimat war. Unzählige Siege und spannenden Kämpfe wurden dort gefeiert – aber auch so manche Träne wurde dort vergossen. Und vor allem literweise Schweiß.

Übergangsweise bis zur voraussichtlichen Fertigstellung der neuen Turnhalle am Annette-Kolb-Gymnasium im Mai 2019 haben die Ringer von der Stadt Traunstein die Gruberhalle Am Rechen zur Verfügung gestellt bekommen. In Eigeninitiative hat die Abteilung in rund 2000 Stunden Eigenleistung hier die weitere Trainingsmöglichkeit gesichert und trainiert dort dreimal in der Woche. Die Heimkämpfe der Ringer werden in dieser Saison aber bis auf eine Ausnahme in der Ludwig-Thoma-Halle an der Ludwigstraße ausgetragen.

In der neuen Saison, die am Samstag, 8. September, mit drei Kämpfen in eigener Halle beginnt, stehen die TVT‘ler vor einer der vielleicht schwersten Ligen seit dem Ausstieg des TVT aus der 2. Bundesliga vor 17 Jahren. Nach einer Ligareform vor wenigen Monaten wurden Bayern- und Oberligen zusammengeführt und in eine Nord- und Südliga aufgeteilt. Für den TVT bedeutet diese Veränderung einerseits kürzere Fahrtwege und mehr Derbys, andererseits aber eine deutliche Aufwertung der Liga mit extrem starken Teams. „Unser klares Ziel ist der Klassenerhalt“ gibt TVT-Abteilungschef Hartmut Hille die Richtung vor und vertraut auf den letztjährigen Kader, mit dem die Vizemeisterschaft in der Bayernliga erkämpft wurde. Stark herausgekämpfte Siege wie der Heimsieg gegen Berchtesgaden oder auswärts in Anger ließen die Klasse und mannschaftliche Geschlossenheit des TVT-Teams erkennen. Chefcoach Petar Stefanov vertraut wieder auf die jungen Eigengewächse, die auch in den Einzelwettbewerben heuer vereinzelt für Furore sorgten. So konnte Eduard Tatarinov in seinem ersten Jahr bei den Männern vor wenigen Wochen mit dem Gewinn der deutschen Vizemeisterschaft brillieren. Natürlich ist auch sein Zwillingsbruder Artur Tatarinov wieder mit an Bord und will gemeinsam mit Ilja Vorobev, Tobias Einsiedler und weiteren TVT-Ringern auf Punkte- und Schultersiegjagd gehen. Auch Alex Patalaschko hängt nach seinen überzeugenden Kämpfen des vergangenen Jahres noch einmal eine Saison dran. Mit im Aufgebot ist auch wieder der Bulgare Georgi Sredkov, der in der letzten Saison eifrigster Punktesammler war und sich mit seinem Ausnahmekönnen und seinem sympathischen Auftreten viele Freunde gemacht hat.

Den guten Kontakten von Chefcoach Petar Stefanov ist es zu verdanken, dass mit Yoan Dimitrov ein hochtalentierter Ringer mit internationalem Format nach Traunstein kommt. Dimitrov ist trotz seines jungen Alters mehrfacher Weltmeisterschaftsteilnehmer im U23- und Junioren-Bereich und soll im klassischen Stil im Halbschwer- (98 kg) und Schwergewicht (130 kg) mit zum Einsatz kommen, kann aber auch auf das Mittelgewicht (86 kg) „abkochen“. awi

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