Donaueschingen – Die Turnierserie gilt als wichtigstes Sprungbrett in den internationalen Spitzensport. „Alles war leichtfüßig und fließend. Die Anlagen für den Grand Prix sind da“, lobte der kommentierende Richter Dr. Dietrich Plewa. Besonders hervorgehoben wurde der raumgreifende, aber auch in der Versammlung taktsichere Schritt des schicken Dunkelbraunen – ein Indiz für reelle Ausbildung.
Schon mit drei Jahren bezog „Ferdl“ seine Box in Aubenhausen und hat sich seitdem zum Musterschüler entwickelt. „Er ist ein tolles Pferd und will immer. Es macht jeden Tag Spaß mit ihm“, freut sich seine Ausbilderin. Mit dem zweiten Platz und 71,395 Prozent löste von Bredow-Werndl das Finalticket. Damit bringt die 32-Jährige zum zweiten Mal in Folge ein aussichtsreiches junges Grand-Prix-Pferd in die Endrunde der besten Nachwuchspferde Deutschlands. In diesem Jahr wird von Bredow-Werndl im Dezember gemeinsam mit ihrem Bruder Benjamin zum Louisdor-Preis-Finale nach Frankfurt fahren. Der Kaderreiter gewann kürzlich mit dem neunjährigen Oldenburger Farewell III-Sohn Famoso überragend die Qualifikation in Werder bei Berlin.
In der Großen Tour in Donaueschingen setzte von Bredow-Werndl ihr Top-Pferd Zaire-E glänzend in Szene. Die 14-jährige, niederländische Son-de-Niro-Tochter platzierte sich im Grand Prix am ersten Tag mit 76,413 Prozent hinter Isabell Werth mit Weihegold an zweiter Stelle. Am zweiten Tag im Grand Prix Special steigerte sich das Paar aus Aubenhausen auf 77,383 Prozent und folgte in der Rangierung Sönke Rothenberger mit Cosmo und Isabell Werth mit Weihegold. Bundestrainerin Monica Theodorescu hatte ihre Kandidaten für die Weltreiterspiele in Tryon/USA fest im Blick und lobte die „zwei sehr guten Runden“ der Aubenhausenerin. Neben Zaire-E steht auch von Bredow-Werndls Nachwuchs-Shooting-Star TSF Dalera BB auf der Longlist für die World Equestrian Games (WEG). Die endgültige Entscheidung, welche vier deutschen Reiter einen der begehrten WEG-Teamplätze bekommen, soll in den nächsten Tagen fallen. sn