Martial Arts Games

Gold und Auszeichnungen erhalten

von Redaktion

In Schaan im Fürstentum Liechtenstein sind die European Martial Arts Games ausgetragen worden. Die Teilnehmer des Seiwakan-Budo Rosenheim und der Akademie „Schütze Dich“ waren in vielen verschiedenen Disziplinen erfolgreich am Start.

Schaan – Die Rosenheimer Athletinnen und Athleten sind spezialisiert auf alle Arten von Selbstverteidigung und haben sich bereits über die Grenzen hinweg einen Namen gemacht. So war es nicht verwunderlich, dass alle Rosenheimer Sportler in dieser Disziplin Gold erreichen konnten. Rebecca Nastulla gelang dies bei den bis 14-Jährigen. Ihre Schwester Rabea Nastulla hat sich dank guter Nerven ebenfalls gegen alle Kontrahentinnen in der Klasse Creative Self-Defense durchgesetzt. Und Martin Strassberger gelang dies in einem stark besetzten Starterfeld nach spannendem Punktegleichstand und einer dadurch nötigen Zusatztechnik bei den Schwarzgurten.

In der Klasse Real Self Defense konnte sich Strassberger gegen seine Kontrahenten nicht ganz so optimal behaupten. So belegte er hinter Kevin Gunton und Adam Hitcham (beide Großbritannien) den dritten Platz und sicherte sich Bronze. Rebecca Nastulla legte ergänzend noch einmal nach, als sie in der Klasse der Mädchen bis 14 Jahren punktete und Gold in der Disziplin Non-Traditional Kata nach Rosenheim holte.

In einem offenen Schlagabtausch beim Point-Karate unterlag Strassberger in einem packenden Finale dem routinierten Kämpfer Ivan Novo, Nationalmannschaftsmitglied aus Spanien. Somit holte er Silber für das insgesamt aus 20 Athleten bestehende deutsche Nationalteam nach Rosenheim. Strassberger wagte sich auch noch an die Disziplin Continous Sparring und belegte hier hinter den beiden favorisierten Engländern Peter Fawbert und Andi Thompson den dritten Platz – die nächste Bronzemedaille.

Die Kategorie Grapple & Strike (auch bekannt unter MMA-Light), welche Schlag und Kicktechniken ebenso enthält, wie Würfe und Hebeltechniken, konnte Strassberger souverän für sich entscheiden. Hier kamen ihm seine breite Aufstellung und sein Wissen in Kombination mit einem großen Kämpferherz entgegen. Das erneute Gold, das er gegen seinen Team-Kollegen Alexander Trenn und einem Engländer erkämpfte, war harte Arbeit und mehr als verdient.

Die Kategorie Submission Grappling (Bodenkampf ohne Schlagen und Treten – ähnlich dem Judo) musste nach einem Gleichstand der führenden drei Teilnehmer gemäß Regelwerk des World Martial Arts Games Committees, wiederholt werden. Die Teilnehmer waren nach Aufgaben (Tap Outs) und Kampfrichter-Entscheidungen (Referees call) auf gleich hohem Niveau. Obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits alle Teilnehmer am Ende ihrer Kräfte waren, wurde die Klasse wiederholt – und es passierte auf den Punkt genau das gleiche Ergebnis, so dass man ein drittes Mal gegeneinander antreten hätte müssen. Da sich in der Klasse auch ein Teilnehmer mit Schülergrad gegen mehrere Teilnehmer der Meisterklasse behauptet hatte, traten die beiden letzten verbliebenen Schwarzgurte aus England und Deutschland zugunsten des niedriger Graduierten freiwillig zurück. Sie überließen dem jungen Engländer die Goldmedaille. Strassberger blieb somit eine weitere Bronzemedaille.

Gerade diese Geste des guten Charakters wurde durch ein internationales Gremium besonders gewürdigt. So entschieden sich zehn Offizielle am Abend nach der Veranstaltung, den Fairnesspreis als „Ambassador for Good Sportsmanship“, der auf dem ganzen Turnier nur jeweils einmal an eine weibliche Teilnehmerin und einen männlichen Teilnehmer vergeben wird, an Martin Strassberger zu verleihen, da er durch seine selbstlose Haltung gezeigt hat, dass es hier nicht nur um das Gewinnen, sondern um Ehre und Respekt und Verständnis geht.re

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