Lienz – In den letzten Jahren behauptete sich das Team Chiemsee Kälte sehr gut in der Amateurklasse. Andreas Huber aus Ruhpolding und der Münchener Kajakfahrer Uwe Eichfelder aus diesem Team sind auch heuer wieder dabei und wollen mit zwei neuen Mitstreitern und neuen Namen „#Riapsport“ für ähnlich Furore sorgen. Teamchef Huber, der zuletzt beim Graziman in Bad Reichenhall das Mountainbike-Rennen gewann und auch in der Einzeldisziplin nicht zu schlagen war, hat mit dem Bergläufer Michael Wallner (Bad Feilnbach) und Franz-Xaver Brückner zwei starke Athleten verpflichtet. Der 30-Jährige aus Grainbach am Samerberg nutzte zuletzt auch den Graziman als Formtest und zeigte mit der drittbesten Flugzeit unter 100 Gleitschirmpiloten eine Top-Leistung.
Die inoffizielle Weltmeisterschaft der Extremsportstaffel startet wie gewohnt mit dem Berglauf, bei dem die Athleten auf zwölf Kilometer 2000 Höhenmeter laufend und kletternd bewältigen müssen. Nach der Übergabe hetzen die Gleitschirmflieger über einen Geröllhang zum Startplatz. Nach dem ersten Flug schultern die Piloten ihren Schirm und bestreiten zum nächsten Startplatz einen Berglauf, ehe sie zur Übergabe in das Dolomiten-Stadion einfliegen. Die Mountainbiker übernehmen den Staffelstab und haben 1400 Höhenmeter vor sich. Dabei ist auch Kraft in den Armen gefragt, denn es gibt einige Schiebe- und Tragepassagen. Am Gipfelkreuz Hochstein geht es dann steil bergab über die ehemalige Weltcupabfahrt zur Übergabe in Leisach. Die Kajakfahrer haben zunächst noch kein Boot, müssen deshalb erst die Drau durchqueren, ehe sie per Sieben-Meter-Klippenstart die Wildwasser-Strecke in Angriff nehmen. Als „Schmankerl“ schreibt das Reglement vor, dass die Wassersportler zum Abschluss ihr Boot tragend oder auch ziehend im Laufschritt über die Ziellinie befördern müssen.
Bereits im Frühjahr hat sich das Team „#Riapsport“ einen der begehrten Startplätze gesichert und nach einer langen Vorbereitungszeit hoffen die Sportler auf eine gute Platzierung. Im Vorjahr hat das Team Chiemsee Kälte mit dem sechsten Platz eine hohe Messlatte gesetzt. Aber wer weiß, vielleicht gelingt sogar eine noch bessere Platzierung in den Lienzer Dolomiten. pfa