Radsport

Als Kapitän zweimal im Pech

von Redaktion

Während Felix Engelhardt beim 43. Giro della Lunigiana in Italien seine WM-Vorbereitungen mit der Junioren-Nationalmannschaft der Radsportler vollzog, war Leslie Lührs mit der Nationalmannschaft beim GP Rüebliland in der Schweiz unterwegs.

Wittnau – Trotz der Terminüberschneidung der beiden Rennen war der GP Rüebliland hochkarätig besetzt. Zunächst stand ein 93,6 km langes Straßenrennen auf dem Programm, bei dem Lührs vom Irschenberg die Rolle des Kapitäns erhielt. Auf der rund 46 km langen Runde, die es zweimal zu bewältigen galt, gab es zwei kategorisierte Berge. Das Tempo war von Anfang an sehr hoch und es gelang der deutschen Nationalmannschaft, das Rennen unter Kontrolle zu bringen. Zu Beginn der zweiten Runde setzte sich eine größere Gruppe ab, in der das Nationalteam mit drei Fahrern vertreten war. Die Entscheidung fiel schlussendlich am letzten Berg. Hier konnte die Mannschaft ihren Kapitän optimal positionieren, sodass Lührs in einer guten Position in die Abfahrt ging. Aufgrund eines Fehlers der Rennorganisationen wurden 500 Meter vor Ziel die Motorräder in die falsche Richtung geleitet. Die Spitzengruppe folgte den Motorrädern, damit waren sämtliche Chancen für den Etappensieg für Lührs verloren. „Bis zu diesem Zeitpunkt war ich optimal positioniert und hatte schon das Gefühl, diese Etappe zu gewinnen“, so Lührs.

Die zweite Etappe führte über 83,2 km. Der deutsche Meister der U19 wurde von seinem Team optimal in Position gebracht. Der Team-Auto-Eder-Bayern-Fahrer sprintete auf Platz drei. Die dritte Etappe war ein 9,6 km langes Einzelzeitfahren, das auf einem anspruchsvollen Kurs stattfand. Lührs belegte dabei als bester Deutscher Rang 20.

Die Rundfahrt endete mit einer erneut schweren Etappe über 114 km. Zu Beginn verlief das Rennen eher ruhig und war nur von wenigen Attacken geprägt. Doch als es in die zweite Runde ging, setzte sich im Anstieg eine Gruppe ab. Allerdings konnte Lührs in dieser Situation nicht eingreifen, da er von einem technischen Defekt ausgebremst wurde. Kurz vor dem Ziel gelang ihm aber noch der Sprung in eine größere Gruppe. „Meine Form stimmt definitiv und ist sehr gut. Ich konnte auch wieder wichtige Erfahrungen auf so hohem UCI-Niveau sammeln, auch das bringt mich weiter“, bilanzierte Lührs.re

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