Bergen – Bei den Berglauf-Weltmeisterschaften im Vorjahr im italienischen Premana hatte sie sich erstmals die Krone aufgesetzt und damit gleichzeitig den siebten Berglauf-WM-Titel der österreichischen Ausnahmeathletin Andrea Mayr vereitelt. Es war aber nur ein kurzer „Einbruch“, denn schon einige Wochen später revanchierte sich die achtfache Hochfelln-Berglauf-Siegerin Mayr beim Kitzbüheler Hornlauf mit 3:42 Minuten Vorsprung.
Nun kommt es in Bergen also zu einem erneuten Leistungsvergleich. Zum erweiterten Damen-Favoritenkreis zählen auch die zweifache italienische Zermatt-Marathonsiegerin Ivana Iozzia, die irische Stellina-Susa-Siegerin Sarah McCormack, die italienische Top-Bergläuferin Camilla Magliano, die letztjährige deutsche Berglaufmeisterin Sarah Kistner, die in Bergen schon zweimal Zweite war, und die derzeit wohl beste deutsche Bergläuferin und Sierre-Zinal-Siegerin von 2016 Michelle Maier. Sie alle wollen Mayrs neunten Hochfelln-Berglauf-Triumph verhindern.
„Michelle Maier könnte aber am 30. September noch der Jungfrau-Marathon in den Knochen stecken, da muss man abwarten“, so OK-Vizechef Georg „Bibi“ Anfang. So oder so hat es die diesjährige Damen-Konkurrenz in sich. Wilfried Raatz, Berglaufjournalist und Herausgeber des Berglauf-Journals, bezeichnete das Bergen-Damenstarterfeld bereits als „gewaltig“ und sprach von einem „verdienten Lohn für die jahrzehntelange Pionierarbeit“.
Im Gepäck hat Weltmeisterin Murigi indes ihren kenianischen Teamkollegen von „run2gether“ Geoffrey Gikuni Ndunga, seines Zeichens schon Großglockner-Berglauf-Champion, Schlickeralm- und Sierre-Zinal-Sieger. Auch er will bei seinem ersten Start in Bergen gleich ganz oben auf dem Siegerpodest stehen.
Der italienische Langstreckenweltmeister Francesco Puppi und weitere Weltklasse-Bergläufer werden aber mit aller Kraft dagegenhalten, sind sich die Experten einig. Auch dem deutschen Vorjahreszweiten Toni Palzer aus Ramsau/Berchtesgaden ist wieder einiges zuzutrauen. mmü