Mit einem 1:1-Remis beim FC Moosinning ist es dem SB Chiemgau Traunstein gelungen, den Abstand zum gesicherten Mittelfeld der Fußball-Landesliga Südost gering zu halten. „Jetzt haben wir vier Heimspiele in Folge – irgendwie eine komische Konstellation. Da werden wir versuchen, das Bestmögliche rauszuholen“, so SBC-Trainer Miro Polak, der die Punkteteilung gegen den Aufsteiger als „absolut gerechtes Ergebnis“ bezeichnete, auch wenn die Hausherren erst spät (86. Minute) zum Ausgleich kamen.
Bei den Gästen war die Partie im Erdinger Moos, die von 200 Besuchern verfolgt wurde, für zwei Akteure ein „Debütanten-Ball“. Während Polak mit dem neuen Defensivmann Noah Hrdlicka zufrieden war („Er hat eine sehr, sehr gute Leistung geboten – genauso wie die beiden anderen Abwehr-Youngster Hannes Kraus und Florian Mayer“), räumte er ein, dass dem Ex-Kirchanschöringer Mike Opara noch etwas die Spielpraxis fehlt. Der 19-jährige Ex-Gersthofener Moritz Seban war es, der gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit den Strafstoß rausholte (Polak: „Ein glasklarer Elfmeter“), der zum Traunsteiner 1:0 führte: Yunus Karayün blieb vom Punkt cool und verwandelte sicher. Erst in der Schlussphase konnte der Vizemeister der oberbayerischen Bezirksliga Nord die Niederlage noch abwenden: Mit einem 25-Meter-Schuss ins linke Eck überwand der eingewechselte Kaan Cay SBC Schlussmann Maximilian Tanzer, den laut Polak keine Schuld trifft: „Dieser Ball war ziemlich unhaltbar.“
Ansonsten war der Gäste-Chefanweiser jedoch sehr zufrieden mit seiner Crew. „Wenn man sieht, mit welch junger Mannschaft wir gespielt haben, kann ich nur sagen: Es ist sehr erfreulich, wie tapfer meine Jungs sich geschlagen haben.“ Zwischenzeitlich war sogar das 2:0 möglich, doch einen Schuss von Maxi Probst konnte die FCM-Abwehr blocken. Schon vor der Pause hätten Probst (Torwart Franz Hornof zeigt sich auf dem Posten), Philipp Matz und Stefan Mauerkirchner (drüber) den SB Chiemgau in Front bringen können, ihnen fehlte allerdings das nötige Quäntchen Glück im Torabschluss.
„Doch auch Moosinning hatte Chancen“, resümierte Polak, dessen Truppe unter anderem eine große Chance von Johannes Volkmar unbeschadet überstand, wobei Tanzer überragend reagierte (74.). Nach einer halben Stunde lag der Ball obendrein schon im Traunsteiner Netz, doch Referee Manuel Dirnberger (TSV Nittenau) verweigerte einem Treffer von Mehmet Cay wegen Abseits die Anerkennung (32.).
SB Chiemgau Traunstein: Tanzer, Hrdlicka, Monaghan, Karayün, Probst, Seban (ab 67. Opara), Kraus, Matz, Daniel, Mayer, Mauerkirchner.
Schiedsrichter: Dirnberger (TSV Nittenau).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Karayün (47., Foulelfmeter), 1:1 Kaan Cay (86.).
Besonderheit: Gelb-Rote Karte für Karayün (Traunstein/90.+1). cs