Ilsenburg – Die deutschen Berglauf-Titelkämpfe wurden diesmal auf dem höchsten Berg Norddeutschlands im Harz ausgetragen: 345 Läufer gingen an den Start auf die 11,9 Kilometer lange Strecke mit 890 Höhenmeter von Ilsenburg auf den Brocken.
In einer glänzenden Verfassung präsentierten sich die Männer vom PTSV Rosenheim in der Klasse M50/55: Deutscher Vizemeister wurde die Mannschaft mit Anton Gröschl, Josef Wolf und Bertram Moll mit 3.26:52 Stunden. Dabei unterlagen die drei Routiniers nur der LAG Wesertal mit 3.19:32 Stunden. In einer ausgezeichneten Verfassung arbeitete sich vor allem Toni Gröschl weit nach vorne in der Konkurrenz der Senioren M55: Mit 1.05:48 Stunden eroberte er am Ende die Bronzemedaille. Dabei schrammte er denkbar knapp um fünf Sekunden am Silberrang vorbei, während Stephan Bayer vom GutsMuths Rennsteigverein mit 1.04:37 Stunden Gold holte. Josef Wolf arbeitete sich hier als Siebter in der Klasse M55 auf 1.10:09 Stunden, während Bertram Moll mit 1.10:55 Stunden auf den 13. Rang in der Klasse M50 kam.
Kristina Schollerer, Amelie Hofbauer und Mechthilde Bauer bildeten das vielversprechende PTSV-Damenteam und sicherten sich am Ende den vierten Platz in der Hauptklasse der Frauen mit 3.36:13 Stunden als beste bayerische Mannschaft. Im Feld der 16 Teams unterlagen sie damit nur der LG Brandenkopf mit 3.29:14 Stunden sowie dem SSC Hanau-Rodenbach (2./3.29:43) und dem ASC Darmstadt (3./3.32:58). „Das war ein wenig schade, dass es für eine Medaille nicht gereicht hat“, sagte Trainer Toni Gröschl. In der Frauen-Einzelwertung präsentierten sich die drei PTSV-Athletinnen ebenfalls in einer guten Verfassung: Kristina Schollerer überraschte als Neunte mit 1.11:02 Stunden, knapp vor der Zehntplatzierten Amelie Hofbauer mit 1.11:54 Stunden. Auf den 13. Rang lief Mechthilde Bauer mit 1.13:17 Stunden, die erstmals bei einer ganz großen Meisterschaft an den Start ging.
Bei den Seniorinnen W65 zeigte Karin Rothenberger eine ansprechende Leistung und wurde am Ende redlich belohnt: Mit 1.39:55 Stunden kämpfte sie sich zur Silbermedaille. Dabei hatte sie dennoch einen klaren Rückstand auf die hochfavorisierte Elfriede Ganter vom LT Unterkirnach mit 1.26:20 Stunden.
Paula Mangold-Wolf ging bei den Frauen W55 an den Start und zeigte auf der für sie zu flachen Strecke eine starke Leistung: Mit 1.19:42 Stunden belegte sie den vierten Platz und verfehlte damit um 2:58 Minuten Bronze im Feld der elf Athletinnen.
Auch für den LC Chiemgau Steigenberger aus Samerberg war eine Läuferin erfolgreich am Start in der Hauptklasse der Frauen: Die schnellste bayerische Athletin war Ramona Niederreuther. Mit 1.09:20 Stunden bewährte sie sich mit dem siebten Platz.stl