Motorsport

Superstock-Sieg im 24-Stunden-Rennen

von Redaktion

Raublinger Filip Altendorfer gewinnt mit seinem Team auf dem Kurs in Le Castellet

Le Castellet – Das German Endurance Racing Team 56 by rs speedbikes hat den Saisonauftakt der FIM Endurance World Championship auf dem Paul Ricard Circuit du Le Castellet in Südfrankreich gewonnen. Der Kampf um die „Bol d’Or“ endete für das Rennteam aus dem sächsischen Pirna mit den Fahrern Julian Puffe, Stefan Kerschbaumer und dem Raublinger Filip Altendorfer auf dem sechsten Gesamtrang und dem Sieg in der Superstock-Klasse. Das Trio fuhr dabei auf der Strecke souverän den Sieg heraus, die Mannschaft arbeitete in den Boxen perfekt.

Julian Puffe fuhr den Start für das Team. Während er zwar schnell über die Piste gerannt kam, verlief das Losfahren etwas holprig, sodass der Schleizer einige Plätze verlor. Aber schon nach wenigen Runden hatte er sich wieder in die Top Ten gefahren. Nahezu das gesamte Rennen über hatte man die führende Position in der Superstock-Kategorie inne. Nach acht und 16 Stunden lag man auch noch in den Top Ten der Gesamtwertung, was schließlich die ersten WM-Punkte bedeutete. Nachts gab es ein kleines Problem mit einem Reifenschaden, sodass ein zusätzlicher Boxenstopp absolviert werden musste.

Das Trio schnappte sich auf der Strecke immer wieder die Führung zurück und baute den Vorsprung auf die anderen Stock-Mannschaften auch weiter aus. In den Vormittag hinein hatte sich der Ausgleichsbehälter lockergescheuert, das konnte aber bei einem Routine-Boxenstopp behoben werden. Puffe, Altendorfer und Kerschbaumer zogen weiter ihre Bahnen und wurden nach 24 Stunden, drei Minuten und fünf Sekunden nach 688 Runden – das sind 3903,024 Kilometer – als Sieger der Superstock-Klasse abgewunken.

„Als mir vor ein paar Jahren meine Titan-Hüfte eingesetzt wurde, habe ich eigentlich gesagt, dass ich keine 24-Stunden-Rennen mehr fahre“, meinte Altendorfer nach dem Rennen. „Am Slovakiaring haben wir auf dem Podest gestanden, da bin ich bei den acht Stunden eingesprungen. In Oschersleben hatte ich kurz vor Rennende einen Sturz – diese Scharte wollte ich noch unbedingt auswetzen. Ich bin hier für Lucy Glöckner eingesprungen, da brauchte ich nicht viel überlegen. Dass wir jetzt ganz oben hier auf dem Podest gestanden haben, macht mich sprachlos und einfach nur glücklich.“re

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