Dnipro – Der Titelverteidiger vom WSC Kiefersfelden-Rosenheim konnte seinen Slalomtitel in der Einzelwertung allerdings nicht verteidigen. Seine Vereinskollegen Christian Weiland (Slalom) sowie seine für Weißrussland startende Ehefrau Anna Herrmann (Trickski) konnten sich jeweils für das Finale der besten zwölf Läufer qualifizieren.
Während Simon Herrmann bereits im Training gut zurechtkam, und positive Eindrücke von der Seilbahn in der Ukraine gewinnen konnte, war Christian Weiland zum Zuschauen gezwungen. Seine Slalomski wurden von der Fluggesellschaft nicht mit in die Ukraine gebracht und so konnte er in den ersten Tagen beim Training nicht selbst aktiv werden.
Im Trickski der Damen startete Simons Ehefrau Anna, die seit zwei Jahren für den WSC Kiefersfelden-Rosenheim aktiv ist, als gebürtige Weißrussin für ihr Heimatland und wurde mit beachtlichen 7880 Punkten Siebte.
Christian Weiland zeigte im Vorlauf Nervenstärke, und konnte sich an der extrem schwer zu fahrenden Seilbahn mit einer Leistung von zwei Bojen am elf Meter kurzen Seil als Elfter für die Finalläufe qualifizieren. Er ließ dabei die ehemaligen Welt- und Europameister Aviv Levy und Alex Graw hinter sich. Herrmann machte einmal mehr seinem Spitznamen „Herrminator“ alle Ehre, fuhr mit einer überragenden Leistung von einer Boje am 10.25 Meter kurzen Seil auf Platz eins und sammelte damit sehr viele Punkte für die Mannschaft des Deutschen Wasserski- und Wakeboardverbandes. Das deutsche Team konnte sich am Ende über Bronze freuen. Den Sieg holten sich die favorisierten Weißrussen vor der Slowakei.
Das Slalomfinale wurde durch schwierige Bedingungen und Rückenwind geprägt. Während Weiland an der Zwölf-Meter-Leine ein Fahrfehler unterlief und er sich auf Platz elf einreihen musste, schafften es neun Läufer, die Elf-Meter-Leine zu erreichen. Herrmann wurde als Topfavorit gehandelt, allerdings unterlief auch ihm ein Fahrfehler an der dritten Boje, was für ihn am Ende nur Rang sieben bedeutete. „Der kleinste Fehler wird hier sofort bestraft“, meinte Herrmann. Es siegte der Israeli Nadav Ativ vor seinem Landsmann Or Shinuk und dem jungen Österreicher David Bodingbauer.
Der WSC Kiefersfelden-Rosenheim und der Deutsche Wasserski- und Wakeboardverband blieben somit erstmals ohne Einzelmedaille bei den internationalen Titelkämpfen.re