Malaga – „Ich bin mehr als glücklich, dass es für mich in Malaga so gut gelaufen ist“, erzählte Michael Pagels nach seiner Rückkehr aus Spanien. Im Dreisprung der Senioren M55 reiste er mit der „nur“ elftbesten Vorleistung an und hatte deshalb kaum realistische Chancen auf das Finale der besten acht Athleten. Im Feld der 28 Starter war er mit seinen 59 Jahren noch obendrauf der älteste Teilnehmer. Dennoch arbeitete er sich mit starken 11,44 Metern zu einer neuen Saisonbestleistung. Am Ende freute sich der Rosenheimer Sechziger riesig, denn als WM-Fünfter und zugleich zweitbester Europäer übertraf er alle seine eingeschätzten Erwartungen. „Die tolle Stimmung im Stadion war sicher eine weitere Motivation für mich“, sagte Pagels. Neuer Weltmeister wurde Hideharu Aoki aus Japan mit 12,54 Metern vor Jose Quinaliza aus Ecuador mit 12,44 Metern, Alfred Stummer aus Österreich (12,37 Meter) und Peter Lord aus Kanada (11,72 Meter).
Für den Rosenheimer ist die Leichtathletik-Saison damit beendet – doch eine echte Pause macht er dennoch nicht. Vielmehr wechselt er nun ab Oktober von der Leicht- in die Schwerathletik, zumal er im Juni 2019 im finnischen Rovaniemi bei der Gewichtheber-Europameisterschaft an den Start gehen will. „Das wäre mein erster internationaler Start im Gewichtheben, ich rechne mir dort auch gute Medaillenchancen aus“, verriet Pagels. 2014 wurde er deutscher Meister bei den Senioren M55. Im nächsten Jahr feiert der Fitness-Personal-Trainer seinen 60. Geburtstag und bei den Senioren M60 rechnet er sich deshalb besonders gute Chancen aus: So möchte er den 15 Jahre alten deutschen Rekord im Reißen mit 91 Kilogramm angreifen, ebenso den Zweikampf-Rekord mit 207,5 Kilogramm. „Meine Bestleistungen liegen bei 95 Kilogramm im Reißen und 207 Kilogramm im Zweikampf“, so Pagels.stl