Luca Schmidl lebt seinen Basketball-Traum

von Redaktion

Es ist ein sonniger Nachmittag und Luca Schmidl wartet vor der Sporthalle des Sportparks in Bad Aibling auf den Beginn seines Trainings. Wenn es um Basketball geht bekommt der 15-Jährige leuchtende Augen.

Bad Aibling – Der Sport ist seine große Leidenschaft und seit diesem Sommer hat er außerdem ein ganz besonderes Ziel: Er will nach der Schule in den USA am College spielen. Einen ersten Grundstein auf dem Weg dorthin hat Schmidl bereits gesetzt. Denn im vergangenen Juli nahm er am Basketball-Sommercamp der University of California in Los Angeles (UCLA) teil.

Der 15-Jährige durfte als einziger deutscher Teilnehmer echte College-Luft schnuppern und ist begeistert: „Es war eine tolle Erfahrung“, erzählt er freudestrahlend. Vier Tage lang trainierte er mit anderen Spielern in seiner Altersklasse, bekam Einblicke in den College-Alltag und durfte mit echten Profis arbeiten. „Am Anfang war ich ein bisschen nervös. Es war mein erstes Mal in Amerika, ich musste mich erst an die englische Sprache im Training gewöhnen und an die riesige Halle, in der wir spielen durften. Das wurde dann aber schnell besser.“ Seine Nervosität scheint Luca Schmidl tatsächlich schnell abgelegt zu haben. Denn am Ende des Camps wurde der Aiblinger von den UCLA-Trainern sogar zum MVP der 14- und 15-Jährigen ausgezeichnet. „Es hat sich gut angefühlt, für ein paar Tage Teil des amerikanischen Basketballs sein zu dürfen“, zieht Schmidl stolz Fazit. Für ihn heißt es jetzt viel zu trainieren, damit er in zwei Jahren – wenn er mit der Schule fertig ist – hoffentlich Angebote von Universitäten aus den USA vorliegen hat. „Am liebsten UCLA“, gibt er lächelnd zu.

Unterstützung erhält er dabei von seinen Individualtrainern der Deutschen Basketball Akademie (DBA), mit denen er mehrmals wöchentlich an Wurftechnik, Ballhandling und Athletik arbeitet. Tatsächlich wäre seine Teilnahme am Camp ohne die DBA gar nicht erst möglich gewesen. „Lindsay Sherbert hat den Kontakt nach Los Angeles hergestellt und alles organisiert“, erklärt Schmidl. Außerdem hätte er bei der Familie von Sherbert, die selbst aus Kalifornien stammt, wohnen können.

Die Verbindung zu Universitäten in den Vereinigten Staaten hebt die Deutsche Basketball Akademie von anderen Programmen in Deutschland ab und soll deshalb in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. „Lucas‘ Teilnahme am UCLA Camp zeigt, dass wir unseren Spielern den Weg in die USA ebnen können“, sagt Sherbert. Laut Lena Bradaric soll das Ziel der DBA sogar sein, in Zukunft ganze Mannschaften aus talentierten Spielern und Spielerinnen zusammen zu stellen und diese dann bei Turnieren in den USA antreten zu lassen. Wenn Luca Schmidl seinen Weg weitergeht, könnte er der erste DBA Spieler sein, der es ans College schafft.

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