Bruckmühler Benjamin Mazatis erreicht Rang drei im GT4 Central European Cup
Meisterschaftskrimi in Zandvoort
Zandvoort – Dünen, Dramatik, Dynamik – das Saisonfinale des GT4 Central European Cup in Zandvoort war für Benjamin Mazatis ein Wechselbad der Gefühle. Auf dem niederländischen Traditionskurs nahe Amsterdam kämpften der Bruckmühler und sein Teamkollege Ilmari Korpivaara um den Titel im Pro-AM Cup. Nach einem äußerst turbulenten Rennwochenende beendete das Duo die Saison auf Meisterschaftsrang drei.
Mit lediglich zwei Punkten Rückstand zur Tabellenspitze waren die beiden Reiter- Engineering-Piloten in das Finalwochenende gestartet. Während freier Tests am Donnerstag untermauerte Mazatis mit starken Rundenzeiten im KTM X-Bow GT4 die Titelambitionen und bestätigte seine Leistungen mit Rang zwei im Qualifying für den ersten Lauf. Das Rennen beendeten Mazatis und sein Teamkollege letztlich auf Rang vier in ihrer Klasse.
Im zweiten Lauf musste die Entscheidung in der Meisterschaft fallen. Von Rang drei gestartet, standen die Chancen gut, bis ein Konkurrent Korpivaara von der Strecke drängte. Der planmäßige Fahrerwechsel auf Mazatis drehte schließlich das Blatt für die Titelaspiranten. Eine Safety-Car-Phase half bei der Aufholjagd auf Rang drei. Da vor dem Bruckmühler nur Gaststarter unterwegs waren, lag das Duo rein punktemäßig auf Rang eins und damit auf Titelkurs. Nur wenige Runden vor Rennende jedoch das Aus aller Hoffnungen. Durch einen Folgeschaden des Unfalls am Rennanfang verlor Mazatis die Kontrolle über sein Auto und stoppte ebenfalls in der Mauer.
Nach einem Reparaturstopp überquerte er zwar noch die Ziellinie, die Meisterschaft war aber außer Reichweite und so wurde es „nur“ Platz drei.
Benjamin Mazatis: „Plötzlich brach das Auto aus“
Mit Rang zwei im Qualifying haben Sie den Grundstein für ein gutes Rennen gelegt.
Es war unser bestes Qualifying-Ergebnis der Saison und ich war wirklich zufrieden damit, denn gegen den Porsche an der Spitze war es das Maximum. Das erste Rennen selbst war etwas schwierig. Durch eine Ölspur vor mir konnte ich auch den Vorteil auf der Bremse nicht ausspielen und so ging der Teamkollege unseres Meisterschaftskonkurrenten vorbei und hat alles blockiert. Wir wurden Vierter, was letztlich nicht so dramatisch war. Uns war klar, dass es auf einen ultimativen Showdown im letzten Rennen der gesamten Serie hinauslaufen würde.
Wieso es am Ende nicht geklappt hat?
Wir hatten uns sehr gute Chancen ausgerechnet, durch unsere ausgeglichene Fahrerpaarung am Ende vorne zu liegen. Ilmari hatte einen super Start und konnte Platz drei behaupten. Leider hat ihn auf der Geraden der Teamkollege unseres Meisterschaftskonkurrenten in die Leitplanke geschickt. Nach dem gut getimten Fahrerwechsel kurz vor dem Safety Car lag ich schließlich auf Rang drei und wir lagen vor unseren Konkurrenten. Plötzlich waren wir wieder Top-Favorit auf den Titel. Alles lief in die richtige Richtung, bis das Auto beim Herausbeschleunigen aus der vorletzten Kurve plötzlich ausbrach. Ich hatte keine Chance, es abzufangen.
Platz drei ist ein tolles Ergebnis. Überwiegt trotzdem die Enttäuschung?
Im Moment steht ganz klar der verlorene Titel im Vordergrund. Wir hatten alle Chancen und die Hoffnung wurde von einer Sekunde auf die andere zerstört. Die Meisterschaft war zum Greifen nah. Es wird sicher noch etwas brauchen, bis ich erkenne, dass Rang drei in dieser Meisterschaft eine wirklich starke Leistung ist, auf die ich stolz sein kann.