K.o.-Triumph für Serge Michel

von Redaktion

„Was für eine geile Zeit!“ Der Songtitel seiner Einlaufmusik war Serge Michels erster Kommentar, als ihm der Ringsprecher nach seinem fulminanten K.o.-Sieg das Mikro entgegenhielt.

Zwar waren es nur achteinhalb Minuten, die der 30-jährige Traunreuter für seinen achten Sieg im achten Profi-Kampf benötigte – die aber hatten es in sich. Denn der „Bavarian Sniper“ brannte ein wahres Feuerwerk ab, das die rund 1000 enthusiastischen Fans in der TuS-Halle von den Sitzen riss.

„Extrem explosiv, taktisch perfekt – eine Meisterleistung“, schwärmte Johann Wilhelm, nachdem das Aushängeschild seiner Boxabteilung mit Sheldon Lawrence einen Gegner überrollt hatte, der „über unglaubliche Nehmerqualitäten verfügt und technisch stark ist“.

Der ebenfalls 30-Jährige aus Trinidad und Tobago war vor dem Kampf als 19. in der WBC-Weltrangliste 21 Plätze vor Michel geführt. „Wahnsinn, was der wegsteckt. Der Mann hat einen Eisenschädel“, zollte Johann Wilhelm dem in zwölf Kämpfen nur einmal besiegten Mittelamerikaner Respekt. Angetrieben von lautstarken „Sniper! Sniper!“-Sprechchören setzte Serge Michel beherzt nach und deckte Lawrence weiter mit Körper- und Kopftreffern aller Art ein. Als eine weitere Schlagsalve Lawrence ins Wanken brachte, brach der Ringrichter das Duell nach 2:37 Minuten in der dritten Runde ab. Und Serge Michel durfte sich mit dem gold-grünen Gürtel für den vakanten WBC-International-Titel feiern lassen. tt

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