DFB-Regelheft

Wirbel um „Schiedsrichterball-Tor“

von Redaktion

SBR-A-Junioren 1:1 bei Memmingen II – Verein legt Protest ein

Memmingen – Mit einem 1:1-Remis mussten sich die Fußball-A-Junioren des SB DJK Rosenheim beim Landesligaspiel beim FC Memmingen II begnügen. Allerdings war das 1:0 des FCM aus Sicht des SBR irregulär (siehe unten). Nach Angaben der Rosenheimer Verantwortlichen fälschte SBR-Verteidiger Emirhan Caner einen Schuss ab – dann pfiff der Unparteiische ab, noch bevor sich der Ball ins Sportbund-Tor senkte. Danach warf der Referee laut SBR-Trainer Harry Mayer die Kugel beim Schiedsrichterball am Torraum dem FCM-Spieler Wolfgang Baumann vor die Füße und der traf mit dem ersten Kontakt das 1:0 (71). Immerhin gelang Joker Edon Xhelili per Schlenzer nach Vorarbeit von Schobermayr noch das 1:1 (79.).

SBR: Rott, Reich (65. Polotzek), Wechselberger, Caner, Daxeder (79. Szekeres), Zöller, Schobermayr, Petzinger, Knauer (54. Xhelili), Simeth (18. Flohr), Huber.

Abstoß wäre richtig gewesen

Laut DFB-Regelheft hat der Referee falsch entschieden, wenn die Beschreibung der SBR-Verantwortlichen zutrifft. Ob es ein Regelverstoß ist, entscheidet das Sportgericht. „Regeltechnisch ist die Frage ziemlich klar“, so einer der renommiertesten einheimischen Schiedsrichter gegenüber der OVB-Sportredaktion.

Auszüge aus dem Regelheft: „Wurde das Spiel innerhalb des Torraums unterbrochen, erfolgt der Schiedsrichter-Ball auf der Torraumlinie parallel zur Torlinie so nahe wie möglich bei der Stelle, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung befand.“

„Wurde der Schiedsrichter-Ball direkt ins gegnerische Tor geschossen, wird das Spiel mit Abstoß fortgesetzt. Wurde der Schiedsrichter-Ball direkt ins eigene Tor geschossen, wird das Spiel mit Eckstoß fortgesetzt.“

Anweisung des DFB: „Ein Schiedsrichter-Ball gilt im Sinn dieser Regel als ,direkt ins Tor geschossen‘, wenn er von einem Spieler mit der ersten Berührung dorthin befördert wurde.“ bz

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