von Redaktion

Herber Rückschlag für die Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga Süd: Nach der 1:3-Heimniederlage am Freitag gegen Riessersee musste sich die Kofler-Truppe gestern Abend auch bei den Selber Wölfen mit 1:2 geschlagen geben. Es ist das erste Null-Punkte-Wochenende der Starbulls in dieser Saison.

Riesenchance für Rosenheims Fabian Zick (Mitte) vor dem Tor der Hausherren.

Null-Punkte-Wochenende für Starbulls

Selb – Beide Mannschaften wollten etwas gutmachen vom Freitag. Die Wölfe hatten in Landshut die dritte Niederlage in Folge kassiert, die Starbulls mussten gegen den SC Riessersee ihre erste Saisonniederlage quittieren. Entsprechend war sofort Feuer in der Partie – mit dem besseren Start für die Rosenheimer, die zunächst im Stile einer Spitzenmannschaft auftraten. Bereits nach 30 Sekunden bewahrte VER-Keeper Deske seine Mannschaft zwei Mal gegen Fabian Zick vor einem Rückstand, nur eine Minute später scheiterte auch der Ex-Selber Tom Pauker am gewohnt starken Goalie im Wölfe-Tor. Auf der Gegenseite hatte Miglio die Möglichkeit zur Führung, brachte die Scheibe aber nicht an Starbulls-Keeper Lukas Steinhauer vorbei. Als der Rosenheimer Dusan Frosch nach fünf Minuten etwas zu ungestüm in Deske hineinfuhr, waren die Hausherren erstmals in Überzahl – was in diesen Tagen aber nicht die große Stärke der Thom-Schützlinge ist.

Äußerst unglücklich aus Sicht der Wölfe fiel nach acht Minuten das 0:1. Vitezslav Bilek wurde mehr angeschossen denn angespielt, was dem Torschützen freilich egal war. Die Scheibe lag im Netz, die Rosenheimer Führung war auch nicht unverdient. Wobei der Spielbericht als Torschützen Dominik Daxlberger auswies. Der VER setzte in der Folge vor allem Kampf entgegen und kam auch einige Male vor das Gehäuse der Gäste. Die hatten nach 13 Minuten Glück, als Michael Baindl einen eher harmlosen Schuss der Selber abfälschte und scharf machte, Steinhauer den aus der Luft in Richtung Tor fallenden Puck aber noch rechtzeitig ins Visier bekam. Gefährlicher blieben die mit vier Reihen angetretenen Starbulls, die gegen die personell geschwächten Hausherren oft den entscheidenden Schritt schneller waren.

Ganz anders entwickelte sich das zweite Drittel. VER-Trainer Henry Thom hatte in der Kabine vermutlich die passenden Wort gefunden. Die Wölfe waren nun präsenter und entschlossener in den Zweikämpfen. Und plötzlich klappte es auch im Powerplay wieder: Gare zog von der blauen Linie ab, und die Scheibe zappelte zum 1:1 im Netz. Die Hausherren trauten sich jetzt mehr zu. Das Engagement der Wölfe auf dem Eis schwappte sofort auch auf die Ränge über. Die Fans trieben ihr Team nach vorne – und sie hatten in der 31. Minute erneut Grund zum jubeln. In doppelter Überzahl hämmerte Geigenmüller den Puck von der blauen Linie unter die Latte.

Für Rosenheim war das Gegentor das Zeichen, selbst wieder mehr nach vorne zu tun. Mit etwas Glück, einem prächtig aufgelegten Deske und großem Einsatz brachten die Hausherren die knappe Führung in die zweite Pause. Die hielt nach 42 Minuten erneut Deske mit einer sensationellen Parade gegen Zick fest. Rosenheim drängte nun vehement. Die Wölfe-Cracks holten aber die letzten Kraftreserven aus sich heraus, verteidigten mit unglaublicher Leidenschaft und feierten am Ende einen verdienten Sieg gegen den hohen Favoriten.

Spielstatistik

VER Selb – Starbulls Rosenheim 2:1 (0:1, 2:0, 0:0). Tore: 0:1 Daxlberger/Frosch, Bilek, 1:1 (24.) Gare/Hördler, Geigenmüller, 2:1 (30.) Geigenmüller/Gare, Gollenbeck; Schiedsrichter: Fauerbach; Strafminuten: Selb 6, Rosenheim 14; Zuschauer: 1206.ap

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