Mit dem Sonderzug rein ins Fußball-Glück

von Redaktion

TSV Buchbach mit 4:3-Sieg in Schalding

Schalding – Von wegen Liga-Tristesse nach dem Pokal-Aus am Mittwoch gegen die Löwen: Der TSV Buchbach hat drei Tage nach dem Fußballfest in der ausverkauften SMR-Arena gleich den nächsten Kracher losgelassen. Mit Blasmusik und rund 400 Fans Verstärkung gelang den Rot-Weißen mit dem 4:3-Sieg in Schalding-Heining ein Befreiungsschlag, der angesichts der übrigen Resultate im Tabellenkeller der Fußball-Regionalliga Bayern extrem wichtig war.

„Wer da nicht dabei war, hat etwas verpasst. Das war einfach Buchbach pur“, freute sich Trainer Anton Bobenstetter, der die „unbeschreibliche Stimmung“ bei der Heimfahrt mit dem Sonderzug aus vollen Zügen genoss: „Ohne die Fans im Rücken hätten wir das Spiel im Leben nicht gewonnen.“ Und auch Georg Hanslmaier war begeistert: „Was in dieser Woche wieder abgelaufen ist, war einfach der Wahnsinn. Bei der Heimfahrt habe ich lauter glückliche Gesichter gesehen.“

Nach einem feinen Zuspiel von Aleks Petrovic erzielte Thomas Breu bereits in der siebten Minute den frühen Führungstreffer. Doch die Schaldinger konterten in der 14. Minute mit dem 1:1 durch Stefan Lohberger. Die Gäste mit einem Handicap nach dem anderen: Erst zog sich Moritz Moser eine Platzwunde am Kopf zu, die später im Krankenhaus genäht werden musste, dann musste Breu mit Verdacht auf Bänderriss raus. Bobenstetter: „Da hat es uns ganz schön gebeutelt.“ Als dann auch noch Andreas Jünger nach einer halben Stunde die Hausherren in Führung schoss, machte sich auch Bobenstetter Sorgen: „Wir haben gedacht, dass es nun wieder so ablaufen würde, wie all die Jahre zuvor in Schalding, als wir die Hucke voll bekommen haben.“

Doch nach der Pause legten die Buchbacher den Schalter doch noch um. Leader Maxi Hain feuerte vom Fünfereck einen Kracher ab, den Markus Schöller noch abwehren konnte, ehe er gegen den Kopfball von Patrick Drofa machtlos war (72.). „Danach haben wir Schalding überrollt, sind gelaufen, gelaufen und immer weiter gelaufen. Die Blasmusik hat von der ersten Minute an gespielt, das war eine Stimmung wie beim Eisschnelllauf in Holland. Wir haben diesen Sieg erzwungen“, so Bobenstetter. Nach Zuspiel von Merphi Kwatu erzielte Ammari in der 82. Minute den Führungstreffer und packte in der zweiten Minute der Nachspielzeit seinen sechsten Saisontreffer drauf.

TSV Buchbach: Maus, Leberfinger, Hain, Moser (ab 59. Bauer), Grübl (ab 77. Walleth), Rosenzweig, Petrovic, Drum, Drofa, Ammari, Breu (ab 24. Kwatu).

Schiedsrichter: Brütting (Effeltrich).

Zuschauer: 1279.

Tore: 0:1 Breu (7.), 1:1 Lohberger (14.), 2:1 Jünger (32.), 2:2 Drofa (72.), 2:3 Ammari (82.), 2:4 Ammari (90. + 2), 3:4 Schnabel (90. + 4).mb

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