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von Redaktion

Es geht ja doch noch: Mit einem 2:0-Erfolg beim FV Illertissen hat der TSV 1860 Rosenheim das Tabellenende in der Fußball-Regionalliga Bayern wieder verlassen. Beide Treffer beim zweiten Auswärtssieg dieser Saison erzielte Markus Einsiedler.

Riesiger Jubel herrschte bei den Sechziger-Fußballern nach dem zweiten Auswärtssieg in dieser Saison, mit dem man den letzten Tabellenplatz in der Regionalliga Bayern wieder verlassen hat.Fotos Hörger

Illertissen – Lange Gesichter und keine gute Heimpremiere gab es hingegen für den neuen Trainer Marco Küntzel beim FV Illertissen. Damit sind die Illertisser mehr denn je mitten im Abstiegskampf, was der Spielverlauf auch unterstrich. Es rächte sich bitter, dass die Illertisser ihre teils glasklaren Chancen in der ersten Halbzeit nicht nutzten. Zudem leisteten sie bei beiden Gegentoren noch kräftig Schützenhilfe, so dass die Gäste verdient als Sieger vom Platz gingen.

Die Partie hatte recht flott begonnen und bereits nach wenigen Minuten hatte Felix Schröter eine Riesenchance. Burak Coban war durchgelaufen und bei seinem Querpass vertändelte der Illertisser Mittelstürmer wenige Meter vor dem Tor. Glück für die Illertisser, dass es die Gäste wenig später auch nicht besser machten, als Korbinian Linner die Hereingabe übers Tor jagte. Kurz darauf erlief Markus Einsiedler in abseitsverdächtiger Position den Ball und schob überlegt zum 0:1 ein. Dabei hatten die Illertisser einen Freistoß im Mittelfeld dem Gegner in die Beine gespielt. Sie versuchten aber dann, mit erhöhtem Druck zum Erfolg zu kommen. So verfehlte eine flache Flanke von Antonio Pangallo Freund und Feind und Benedikt Krug scheiterte mit seinem Kopfball am toll reagierenden Torhüter Mario Stockenreiter. Nach einer knappen halben Stunde bot sich erneut Schröter eine gute Möglichkeit, der mit dem Pass von Coban davonzog. Erneut rettete Torhüter Stockenreiter. Auch Coban selbst brachte in der 37. Minute den Ball nicht ins Tor, zielte freistehend aus etwa zwölf Metern nicht genau genug. Das 0:2 in der 40. Minute hatten sich die Illertisser quasi wieder selbst zuzuschreiben. Ein Eckball wurde so schlecht ausgeführt, dass der Gegner ideal kontern konnte. Erneut traf Einsiedler, schob den Querpass von Leopold Krüger über die Linie. Auch beim letzten Rosenheimer Erfolg (3:2 über Bayern II) traf der Offensivmann doppelt.

Klar, dass die Gäste mit Beginn der zweiten Halbzeit nicht mehr volles Risiko gingen. Die Einheimischen kamen einfach nicht recht durch, ihre Angriffe wurden zu oft von leichten Fehlern unterbrochen. Ihre Aktionen waren aber auch meist leicht durchschaubar und so waren Torchancen absolut Mangelware. Da auch die Sechziger den ein oder anderen Konter nicht sauber zu Ende spielen konnten, reichte ihnen der 2:0-Vorsprung. Lediglich Coban hätte kurz vor Schluss noch ein bisschen Hoffnung aufkeimen lassen können, doch sein Schuss ging vorbei.

TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter, Lenz, Christoph Wallner, Heiß, Krätschmer (ab 74. Tobias), Krüger, Maier, Mayerl, Linner (ab 62. Neumeier), Bosnjak (ab 90. Shabani), Einsiedler.

Schiedsrichter: Badstübner (Windsbach).

Zuschauer: 340.

Tore: 0:1 Einsiedler (11.), 0:2 Einsiedler (40.).sch

Einsiedler trifft, der TSV 1860 gewinnt

Marco Küntzel (Trainer FV Illertissen): „Das Spiel ist schnell erzählt. Das war ein frustrierender Auftritt. Wenn man vorne so inkonsequent mit seinen Möglichkeiten umgeht und hinten Harakiri spielt, dann ist das tödlich.“

Ognjen Zaric (TSV 1860 Rosenheim): „Insbesondere in der ersten Halbzeit haben wir die uns angebotenen freien Räume super genutzt. Wir sind überglücklich, hier einen Auswärtssieg gelandet zu haben.“

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