Traunstein – Die Mattenduelle zwischen dem TV Traunstein und dem SV Untergriesbach haben immer besondere Brisanz – und das Jahrzehnten. Unvergessen die Kämpfe in den späten 1970er Jahren, als Mitterbichler, Riedl und Co. vor über 1000 Zuschauern um Punkte und den Schultersieg kämpften. Später trennten sich die Wege der beiden Traditionsvereine, bis man Mitte des letzten Jahrzehnts in der Bayernliga um den Aufstieg kämpfte – mit glücklichem Ausgang für die Niederbayern die bis zur Bundesliga durchmarschierten um dort nach der ersten Euphorie in der ersten wie der zweiten Liga durchgereicht zu werden. Der TVT verblieb im Auf und Ab der Erfolge bekanntlich in der Bayernliga und wurde erst in dieser Saison in der Ligareform in die Oberliga Süd ungewollt hochgestuft. „Eine Liga, die an der Grenze unserer Leistungsfähigkeit ist“ wie TVT-Chefcoach nüchtern resümiert und hinzufügt, dass der Kader des TVT einfach auch sehr dünn ist. „Da darf praktisch keiner ausfallen.“
Der punktgleiche Tabellenzweite verfügt über einen fast durchweg guten Kader ohne Schwächen. Herausragend dabei der bulgarische Weltmeisterschaftsteilnehmer Nikolay Kurtev, mit dem es Eduard Tatarinov (80 kg) zu tun bekommen könnte. Möglich ist aber auch, dass sich ihm der Ex-Trostberger Jakob Rottenaicher entgegen stellt. Ein spannender Kampf ist auch zwischen Artur Tatarinov gegen Benedikt Pauli (75 kg) zu erwarten, der in einem umstrittenen Kampf bei den Bayerischen Meisterschaften knapp die Nase vorne hatte.
Untergriesbach ist auch was die Zuschauerresonanz angeht ein ganz Großer im Ringsport der in der heimischen Sporthalle viele Zuschauer hinter sich hat und auch am Samstag einen starkenFanrückhalt haben dürfte. „Die Saison ist bisher gut für uns gelaufen, wir können zufrieden sein. Deshalb fahren wir auch befreit nach Niederbayern“ so Chefcoach Stefanov. awi