Glück für die Starbulls: Die Scheibe flog knapp am Tor von Lukas Steinhauer vorbei. Der Rosenheimer Keeper war zumindest zwei Drittel lang viel beschäftigt und verdiente sich seinen ersten Shutout in dieser Saison.
EHC Waldkraiburg – Starbulls Rosenheim 0:7 (0:1, 0:1, 0:5). Tore: 0:1 (6.) Zick/Meier, 0:2 (25.) Fröhlich/Zick, 0:3 (44.) Pauker/Meier, Bucheli, 0:4 (46.) Daxlberger/Frosch, Bilek, 0:5 (50.) Baindl/Fischer, Bilek, 0:6 (54.) Fröhlich, 0:7 (58.) Zick/Fröhlich, Krumpe; Schiedsrichter: Votler; Strafminuten: Waldkraiburg 6, Rosenheim 8; Zuschauer: 1105.
Hoher Auswärtssieg mit einem Aber…
Waldkraiburg – Es war ein komisches Eishockey-Oberliga-Derby gestern Abend: Die Kulisse in Waldkraiburg war mit 1105 Zuschauern ein wenig zu mau, der Sieg der Starbulls Rosenheim mit 7:0 dafür auch zu hoch. Mit Fabian Zick und Michael Fröhlich konnten sich zwei Gäste-Spieler doppelt in Torschützenliste eintragen. „Wir haben endlich die Tore geschossen, die sich meine Spieler schon seit einigen Spielen verdient haben“, so Starbulls-Trainer Manuel Kofler.
Mit dem Tore schießen klappte es erst im letzten Drittel so richtig. Bis dahin war das Spiel eine knappe Angelegenheit. „Das waren die besten 40 Minuten von Waldkraiburg, seitdem ich hier bin“, meinte EHC-Trainer Thomas Vogl, der seit Saisonbeginn an der Bande steht. „Die letzten 20 Minuten waren Katastrophen-Eishockey“, musste er dann aber feststellen.
Aus Starbulls-Sicht konnte man es so bezeichnen: Das erste Drittel durchschnittlich, im zweiten Durchgang schwach und im letzten Abschnitt souverän. Kofler drückte es so aus: „Das erste Drittel haben wir ordentlich gespielt, das zweite Drittel ist in der bisherigen Saison das stärkste von Waldkraiburg – und das haben auch wir zu spüren bekommen. Im letzten Drittel ist dann bei einigen Spielern von uns der Knoten geplatzt.“
Bis dahin war es aber ein hartes Stück Arbeit aus Rosenheimer Sicht, vor allem zeitweise für den starken Goalie Lukas Steinhauer. War das 1:0 der Starbulls durch eine starke Einzelleistung von Fabian Zick noch verdient, so wurden die Gastgeber danach vor allem im Powerplay brandgefährlich. Dies sollte sich nach der ersten Drittelpause fortsetzen, als die Löwen Chancen zuhauf hatten, während die Gäste in der Abwehr teilweise desorientiert wirkten: Rousek, Galoha, Rimbeck, Vogl, Gulda und Trox hätten für den Ausgleich oder den Anschluss sorgen können – denn zwischenzeitlich hatte Fröhlich per Konter zum 2:0 für die Starbulls getroffen. „Rosenheim hat es uns vorgemacht, wie man aus wenig zwei Tore macht“, so Vogl.
Im letzten Abschnitt sollten es dann mehr Treffer werden. Tom Pauker fälschte einen Schuss von Niki Meier ab, EHC-Tormann Korbinian Sertl war zu diesem Zeitpunkt ohne Schläger – 0:3. Danach trafen Dominik Daxlberger, erneut Zick und Fröhlich sowie Michael Baindl, der einen Schuss von Florian Fischer erfolgreich ins Tor abfälschte, für die Starbulls, für die Zick sogar noch einen Penalty vergab. „Zum letzten Drittel fehlen mir die Worte. Darüber bin ich sehr enttäuscht“, so Vogl.
Der EHC Waldkraiburg nimmt nun am Sonntag in Sonthofen den nächsten Anlauf, während die Starbulls Rosenheim um 17 Uhr den Tabellenführer EC Peiting erwarten. Bleibt zu hoffen, dass die Rosenheimer die Form aus dem letzten Drittel in dieses Heimspiel mitnehmen können.