von Redaktion

Mehr als verdienter 83:81-Heimsieg gegen den TSV Breitengüßbach

SBR-Basketballer belohnen sich

Rosenheim – „Dieser Sieg war kein Zufall, den hat sich die Mannschaft mehr als verdient“, resümierte ein sichtlich zufriedener Bob Miller nach dem 83:81-Sieg seiner SBR-Basketballer gegen den Tabellenvierten TSV Breitengüßbach. Für den Trainer kam der Sieg in der Regionalliga keineswegs überraschend, sondern war vielmehr die logische Konsequenz aus der Fortsetzung der guten Leistung, die sein Team bereits letzte Woche beim Tabellenführer Oberhaching zeigte.

Fans von spektakulären Eins-gegen-eins-Aktionen kamen in der Rosenheimer Gaborhalle weniger auf ihre Kosten, wer aber solides Teambasketball mit einer klaren Spielidee schätzt, der bekam ein hochklassiges Spiel zu sehen, da beide Gegner einen sehr ähnlichen Stil pflegten.

Das ist allein an der Statistik erkennbar: Alle 21 Akteure wurden eingesetzt, insgesamt punkteten neun Spieler (vier beim SBR und fünf beim TSV) zweistellig – der Star war bei beiden Kontrahenten eindeutig die Mannschaft. Und diese Philosophie setzten die Rosenheimer vor allem in der ersten Halbzeit noch erfolgreicher um als die stark eingeschätzten Oberfranken. Die Defensive stand gegen die erfahrenen Scorer wie Erik Land oder die Brüder Jörg und Dirk Dippold kompakt, bei Durchbrüchen wurde verlässlich ausgeholfen – ein zentraler Bestandteil der Trainingseinheiten der letzten Wochen, wie Miller verriet. Und im Angriff waren alle Spieler in Bewegung, sodass der Ball schön lief und geduldig die freie Position gesucht wurde. Resultat war eine 42:34-Führung nach der ersten Halbzeit.

Im dritten Viertel erhöhten die Gäste dann erwartungsgemäß den Druck und brachten die Gastgeber so einige Male in Verlegenheit, noch hielt aber der Vorsprung. Gefahr kam erst auf, als die Grün-Weißen die Bewegung abseits des Balls zwischenzeitlich weniger konsequent verfolgten und sich dadurch vermehrt in Einzelaktionen zwingen ließen. Das nutzten die routinierten Breitengüßbacher aus und gingen so im letzten Abschnitt erstmals in Führung. Aber auch in diesem dramatischen Schlussviertel behielten die Rosenheimer einen kühlen Kopf. Sie ließen sich nicht entscheidend aus dem Konzept bringen und fanden unabhängig davon, wer gerade auf dem Feld stand, meist die richtige Antwort.

Neben dem starken Neuzugang Johannes Raab und dem kämpferisch immer präsenten Roberto Malpede setzten Jguwon Hogges, Shkelzen Bekteshi und Osvaldas Gaizauskas wie gewohnt Akzente. Zwischendurch kamen auch von den Bankspielern entscheidende Impulse.

Genau deshalb sprach Miller auch nach dem knappen Ausgang nicht von einem glücklichen Sieg, sondern vom verdienten Lohn für seine Mannschaft, die sich dieses Glück über 40 Minuten redlich erarbeitete.

Für den SB Rosenheim spielten Breitfeld (6 Punkte), Hogges (16), Fliege (2), Brosig (4), Bekteshi (10), März, Gaizauskas (8), Laubert (3), Malpede (15), Raab (17) und Kromah (2). aia

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