Achtköpfiges Abstiegsmonster

von Redaktion

Rückrundenauftakt in der Fußball-Regionalliga Bayern: 1860 Rosenheim heute in Garching

Rosenheim – Grob skizziert herrscht in der Fußball-Regionalliga Bayern zum Start der Rückrunde folgendes Bild: Vorneweg marschiert unaufhaltsam die zweite Mannschaft des FC Bayern München mit vier Punkten Vorsprung und noch zwei Spielen in der Hinterhand. Dann – außerordentlich früh – folgt bereits das Mittelfeld der Liga, also jene Mannschaften, für die nach vorne sowie nach hinten die Lage „unaufgeregt“ zu sein scheint. Ab Tabellenplatz elf beginnt die gefährliche Zone. Acht Teams liegen lediglich zwei Pünktchen auseinander – ein Alleinstellungsmerkmal für alle Regionalligen Deutschlands.

Was für die vielen Zuschauer, Beobachter und Fußballfans Woche für Woche einen wahren Spannungssegen darstellt, ist für die beteiligten Teams die reinste Zerreißprobe. Mit einer Niederlage kann man über Nacht von einem bequemen elften Tabellenplatz beinahe nach ganz unten auf die Abstiegsränge rutschen. Genauso wild geht die Achterbahnfahrt jedoch auch wieder in die andere Richtung. Mit einem Sieg, wie ihn die Rosenheimer Sechziger am vergangenen Wochenende bei der SpVgg Bayreuth einfahren konnten, gibt man rapide die „Rote Laterne“ des Tabellenletzten wieder ab. Diese trägt nun der SV Heimstetten.

Am heutigen Samstag, Spielbeginn ist 14 Uhr, reist der TSV 1860 Rosenheim zum VfR Garching, einer Mannschaft, die mit einer Serie zu Saisonbeginn für einen furiosen Start sorgen konnte, sich jetzt jedoch mittlerweile auch in jenem achtköpfigen Abstiegsmonster befindet. 18 Punkte und Tabellenplatz 13 sind das Resultat aus sieben Regionalliga-Begegnungen ohne Sieg. Von sechs bis acht Punkten zu wenig sprach VfR-Coach Daniel Weber nach der ernüchternden Niederlage gegen den TSV Buchbach (1:3) am letzten Spieltag.

Eben jene sechs bis acht Punkte fehlen auch dem TSV 1860, der mit ebenfalls 18 Punkten und dem schwächeren Torverhältnis auf Rang 15 rangiert. Klammert man den schwachen Saisonstart einmal aus, haben Zaric und seine Mannen in etwa einen derzeitigen Schnitt von knapp unter 1,5 Punkten pro Spiel. Damit allein hätte man mit dem Abstieg nichts zu tun. Das Problem: der schwache Saisonstart. Dadurch fehlen Kapitän Heiß und Kollegen etliche Zähler. Wichtige Punkte. Im Spiel gegen den VfR Garching soll nun endlich einmal das geschafft werden, was so oft nicht möglich war. Man möchte Nachlegen im Lager der Rosenheimer, vielleicht sogar eine kleine Mini-Serie starten.

Dass dies nicht im Vorbeigehen möglich ist, weiß man natürlich an der Jahn-straße. Allerdings landeten die Sechziger zuletzt zwei Siege in der Fremde.mpo

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