Die Mechanismen greifen

von Redaktion

Regionalliga Bayern 1860 Rosenheim holt in Garching dritten Auswärtssieg in Folge

Garching – Die Rückrunde begann für den TSV 1860 Rosenheim genau so, wie auch die Hinserie zu Ende gegangen war: mit einem immens wertvollen Erfolgserlebnis. Wie schon in Bayreuth genügte auch am Samstag im Gastspiel beim VfR Garching ein Tor, um die maximale Ausbeute mit nach Hause zu nehmen. Zeichnete in Oberfranken noch Ludwig Räuber für den goldenen Treffer verantwortlich, so war es vor den Toren Münchens mit Markus Einsiedler der Torjäger vom Dienst. Fünf Saisontreffer verzeichnet der 29-Jährige nun. Und damit genau ein Drittel aller Rosenheimer Tore.

Natürlich, honorierte 1860-Coach Ognjen Zaric, habe Einsiedler „beim Tor seine individuelle Klasse gezeigt“, hervorheben aber wollte er den Torschützen keinesfalls. „Alle haben heute sehr gut gegen den Ball gearbeitet“, bilanzierte der 29-jährige Trainer, „defensiv war das eine sehr stabile Leistung“. In der Tat hatten die Gäste über 90 Minuten kaum etwas zugelassen, sodass Zaric anschließend völlig zu Recht von einem „verdienten Sieg“ sprechen konnte. „Der dritte in den letzten vier Spielen“, wie er noch anfügte. Stimmt. Allerdings darf auch erwähnt werden, dass seine Elf in diesen vier Partien lediglich einen Gegentreffer zuließ. Im Gegensatz zu den zuletzt aufstrebenden Rosenheimern stecken die Garchinger derzeit in einem veritablen Tief. Die Niederlage am Samstag war bereits die achte sieglose Partie in Serie, als Folge rutschte der VfR auf einen der Relegationsplätze ab, die der TSV 1860 dagegen durch den Sieg hinter sich ließ. So war es keine Überraschung, dass sich im Garchinger „Stadion am See“ kein Leckerbissen entwickelt hatte. Verbissen bekämpften sich beide Teams, kein Zentimeter Raum wurde ohne Schmerz überlassen. Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware, dennoch durfte Zaric durchaus berechtigt behaupten, dass seine „Mannschaft schon in der ersten Halbzeit die bessere war“.

Ein Sahnestück

Viel ansehnlicher aber wurde das zähe Duell auch nach dem Wiederanpfiff nicht. Erst als sich Einsiedler nach einer guten Stunde in der gegnerischen Hälfte den Ball schnappte, war es Zeit, die Luft anzuhalten. Einmal zog er am Sechzehner auf, ein zweites Mal und auch noch ein drittes Mal. Und erst als schließlich die gesamte Garchinger Defensive ausgespielt war, überlupfte er VfR-Keeper Maximilan Engl gekonnt unter die Latte (64.). Ein echtes Sahnestück!

In der Folge geriet der Erfolg nicht mehr in Gefahr, der zweite Auswärtssieg in Folge wurde sicher über die Ziellinie gebracht. „Sehr konstant und stabil“, so Zaric, präsentiere sich seine Elf derzeit, es sei „nur eine Frage der Zeit“ gewesen, „bis die Mechanismen greifen“.

Die Statistik des Spiels

TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter – Wallner, Heiß, Lenz, Krätschmer, Jahic (76. Mayerl) – Maier, Räuber – Krueger (89. Köhler), Bosnjak (67. Neumeier) – Einsiedler.

Tor: 0:1 Einsiedler (64.)

Schiedsrichter: Achmüller (Würding).

Zuschauer: 157

Fünf erzielte Tore – zwölf Punkte

Das ist eine fast perfekte Ausbeute: Vier Auswärtssiege gelangen den Sechzigern in dieser Saison bisher und dafür benötigten die Rosenheimer lediglich fünf Tore. Bemerkenswert: Bei den Siegen in Fürth (1:0), Illertissen (2:0), Bayreuth (1:0) und Garching (1:0) blieben sie ohne Gegentor. bz

Artikel 1 von 11