Lindau – Am 14. Spieltag der Hauptrunde der Eishockey-Oberliga Süd haben die Starbulls Rosenheim die kleine Erfolgsserie der EV Lindau Islanders beendet und sind am späten Sonntagabend mit einem 4:1-Sieg (0:0, 1:1, 3:0) vom Bodensee heimgekehrt. Damit festigte die Mannschaft von Starbulls-Headcoach Manuel Kofler den zweiten Tabellenplatz vor der Länderspielpause. Grundlage des Erfolgs war ein kompakter Auftritt der Oberbayern, die sich auch durch zahlreiche Strafzeiten nicht aus der Ruhe bringen ließen. „Wir haben heute, taktisch gesehen, über 60 Minuten hinweg eine Topleistung abgeliefert“, lobte Kofler nach Spielschluss die Leistung seiner Mannen.
Nach den Siegen der Lindauer am Mittwochabend zu Hause gegen den EV Landshut sowie am Freitag in Selb waren die Rosenheimer vorgewarnt. „Wir haben sie nicht unterschätzt“, bestätigte Manuel Kofler auf Nachfrage. Im Eröffnungsdrittel waren die Starbulls eher defensiver ausgerichtet und störten die Islanders vergleichsweise spät. „Wir wollten uns die Kräfte sparen“, so Kofler. Das sollte sich in der Folge bezahlt machen.
Im ersten Drittel rangen beide Kontrahenten um die Vorherrschaft auf dem Eis, das Spiel war absolut ausgeglichen und sehr temporeich. Rosenheim stand zunächst tiefer, ließ die Hausherren kommen und überstand zwei Unterzahlsituationen. EVL-Stürmer Simon Klinger, freistehend vor dem sehr gut haltenden Gästegoalie Lukas Steinhauer, vergab in der 12. Minute die große Chance zur Lindauer Führung.
Das erste Tor des Abends fiel nach der Drittelpause für Lindau, ausgerechnet als Rosenheim mit einem Spieler mehr auf dem Eis stand. Nach einem regelwidrigen Check von Filip Stopinski gegen Tom Pauker musste der EVL-Spieler mit der Strafbank vorliebnehmen. Dumm nur, dass sich kurz darauf Rosenheims Importspieler Vitezslav Bilek von Klingler die Scheibe an der Mittellinie abluchsen ließ. Der Lindauer Stürmer ließ sich nicht zweimal bitten und schob unbedrängt an Steinhauer vorbei zum 1:0 (31.).
Doch danach drehten die Rosenheimer auf, pressten bereits in der eigenen Hälfte der Lindauer mit zwei bis drei Mann, störten das Aufbauspiel der Islanders – und glichen durch Pauker aus (35.).
Entschieden wurde die Begegnung vor rund 700 Zuschauern in der Lindauer Eissportarena im Schlussdrittel. In dieses gingen die Starbulls wieder einmal in Unterzahl, drehten danach jedoch mächtig auf. Zunächst setzten sich die Gäste per Doppelschlag binnen 60 Sekunden vorentscheidend auf 3:1 ab.
Erst wurde Andreas Nowak nicht energisch genug von Klingler angegangen und hämmerte, unhaltbar für EVL-Goalie David Zabolotny, die Scheibe zur Führung der Starbulls ein (42.). Eine Minute später, im nächsten Spielzug der Gäste, glückte diesen der dritte Treffer durch Chase Witala, der genau im richtigen Moment an der richtigen Stelle war und einnetzte.
Danach versuchten die Islanders alles, belagerten minutenlang den Kasten von Lukas Steinhauer. Es brannte lichterloh vor dem Starbulls-Gehäuse, EVL-Verteidiger Tobias Fuchs traf nur den Pfosten (51.). Doch mit dem nächsten Angriff war die Partioe endgültig entschieden. Nachdem Vitezslav Bilek kurz zuvor nur um Sekundenbruchteile an einem Zuspiel vorbeirauschte, war es Enrico Henriquez, der zum 4:1-Endstand einschob. psc