Mit Stoffwechselkur noch fitter in die neue Saison

von Redaktion

Markus Reiterberger startet auf einer neuen BMW mit Weltmeister Tom Sykes als Teamkollege in die Superbike-WM

Mailand – Ein WM-Platz mit einem starken Team: Markus Reiterberger hat ein wichtiges Ziel in seiner Sportkarriere erreicht. Der Obinger Motorradrennfahrer steigt in der kommenden Saison in die Superbike-WM auf. Er fährt künftig für die britische Mannschaft um Teamchef Shaun Muir. Das Team geht als BMW Motorrad World SBK an den Start. Sein Teamkollege ist der Superbike-Weltmeister von 2013, Tom Sykes aus Großbritannien. Reiterberger freut sich über die Chance. „Darauf haben wir jahrelang hingearbeitet“, betont der 24-Jährige, der in diesem Jahr den Titel in der Superstock-1000-Europameisterschaft gewann.

Eine „Granate“

Er fuhr dabei mit der „alten“ BMW S 1000 RR, in der WM geht es künftig mit der neuen S 1000 RR zur Sache. Auch wenn der Name gleich ist: „Es gibt einen neuen Motor, ein neues Chassis und einige weitere neue Teile“, weiß der Obinger und freut sich auf die neue Maschine: „Das Serienmotorrad davon ist schon eine ‚Granate‘, mit viel Entwicklungspotenzial.“

Auch deshalb ist er froh, so einen starken Teamkollegen zu haben. „Das ist schon der Hammer, ich habe größten Respekt vor ihm. Schließlich ist er nicht nur Weltmeister, sondern auch Mister Superpole“, verweist Reiterberger darauf, dass Sykes mit bisher 48 Polepositions der Rekordhalter in der Superbike-WM ist. Insgesamt feierte der 33-Jährige – bisher für Kawasaki unterwegs – schon 34 Siege und 108 Podestplätze in der Königsklasse der seriennahen Motorräder.

Ein weiterer Vorteil für Reiterberger: „Sykes hat theoretisch einen ähnlichen Fahrstil wie ich, nämlich aggressiv in die Kurven reinbremsen, um dann möglichst bald wieder kräftig beschleunigen zu können. Außerdem sind wir ähnlich groß.“ Heißt: Daten, die der Routinier sammelt, helfen auch dem jungen Obinger.

Die Erfahrung des Briten soll dabei helfen, das neue Motorrad und das Team weiterzuentwickeln. Denn „das braucht seine Zeit. Es wird wohl eine Saison dauern, bis da alle Teile entsprechend entwickelt sind“, warnt Reiterberger vor überzogenen Erwartungen.

Große Erfolge mit BMW gefeiert

Doch auch der Obinger hat einen großen Erfahrungsschatz. Schließlich begann seine internationale Karriere mit BMW bereits 2011 im FIM Superstock 1000 Cup. Ebenfalls mit einer BMW feierte er 2013, 2015 und 2017 die Meistertitel in der internationalen deutschen Motorradmeisterschaft (IDM Superbike) und 2018 den Superstock-1000-EM-Titel. Das neue Motorrad wurde auf der EICMA in Mailand (Italien) – die größte Motorradmesse weltweit – erstmals der Weltöffentlichkeit präsentiert.

Über BMW Motorrad Motorsport läuft die Entwicklung der Rennsportkomponenten, mit denen das neue Superbike für den WM-Einsatz modifiziert wird. Zur Saison 2019 wird das Engagement in der Superbike-WM deutlich ausgeweitet, wie Dr. Markus Schramm, Leiter BMW Motorrad, erklärt. Motorsport-Direktor Marc Bongers ergänzt, dass es in der ersten Saison vor allem darum gehen werde, die Maschine „so schnell wie möglich konkurrenzfähig zu machen. Wir wollen uns kontinuierlich nach vorn verbessern und im nächsten Schritt den Kampf gegen die stark aufgestellten reinen Werksteams aufnehmen.“ Langfristig gesehen wolle man auch um den Titel kämpfen. Er weiß aber: „Den Weg dorthin müssen wir schrittweise gehen.“

Für Markus Reiterberger beginnt nun die sportliche Vorbereitung auf die neue Saison. Schließlich steht schon Ende Februar 2019 der WM-Auftakt in Australien an. Derzeit macht der 24-Jährige eine „Stoffwechselkur“, dabei gehe es darum, „den Körper zu entgiften und noch ein wenig Gewicht zu verlieren“. In dieser Zeit steht erst einmal leichtes körperliches Training an, ehe ein strafferes Fitnessprogramm folgt. Hinzu kommen bald erste Tests mit der Rennmaschine. In Australien wird sich dann zeigen, wie erfolgreich die Vorbereitung war. who

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