Geschichte geschrieben

von Redaktion

Manuel Lettenbichler ist WESS-Vize-Champion

Den Haag – Geschichte geschrieben hat Manuel Lettenbichler von der MTG Kiefersfelden beim achten und letzte Lauf zu der heuer erstmals ausgetragenen „World Enduro Super Series“, als er seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung trotz einer beim Gotland Grand National erlittenen Handverletzung (wir berichteten) gegen die übermächtige Meute der Werksfahrer verteidigen konnte und sich so zum ersten Ultimate Enduro Vize-Champion 2018 krönte.

Nach den bisherigen sieben WESS-Rennen mit den Disziplinen Hard Enduro, Classic Enduro und Cross Country ging die erste Saison der neuen multidisziplinären Enduro-Serie beim berüchtigten „Red Bull Knock Out“ Beach Race im Den Haager Seebad Scheveningen spektakulär und aktionsreich zu Ende. Von den 1000 zu der einstündigen Qualifikation zugelassenen Teilnehmern wurden 750 Piloten zum zweistündigen Finalrennen zugelassen. In dem von Bulldozern spektakulär modellierten Sand-Rundkurs dominierten zunächst die reinen Motocross Fahrer mit dem Niederländer Glenn Coldenhoff an der Spitze. Die in der WESS-Gesamtwertung führenden Billy Bolt aus Großbritannien und Manuel Lettenbichler konnten sich locker unter den besten 20 halten. Als nach einer Stunde Fahrzeit der den Enduro Fahrern entgegen kommende, aus Baumstämmen und Sand erstellte X-Loop mit eingebaut wurde, übernahm der Brite Nathan Watson die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Billy Bolt wurde am Ende als 12. und Manuel Lettenbichler als 15. abgewunken. Der bisher in der WESS-Gesamtwertung auf Rang drei platzierte Spanier Josep Garcia erreichte einen Rang hinter „Letti“ das Ziel. Mit seinem Sieg überholte Watson in der WESS-Gesamtwertung noch die bisher vor ihm liegenden Josep Garcia und Taddy Blazusiak aus Polen und vervollständigte als Dritter das WM-Podest mit Bolt und Lettenbichler an der Spitze. Mit dem Enduro-Seriensieger Bolt, der auch für seine Hard-Enduro-Fähigkeiten bekannt ist, dem reinen Hard-Enduro-Spezialisten und Privatfahrer Lettenbichler als Zweitem und dem drittplatzierten Watson, einem Motocross und Enduro-Fahrer, spiegelt das WESS-Podium die Vielfalt und den Geist der neuen Meisterschaft wider.

Manuel Lettenbichler nach den Rennen: „Mit dem zweiten Platz in der Endwertung bin ich überglücklich. Auch der 15. Rang bei meinem ersten Strandrennen ist sehr zufriedenstellend. Trotz des verletzten Daumens ging es im Sand besser als gedacht. Jetzt wird ordentlich gefeiert.“ sc

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