Harter Kampf in Freising nicht belohnt

von Redaktion

Traunsteiner Ringer verlieren weniger deutlich, als es das Ergebnis von 7:21 aussagt

Freising – Nicht, ohne sich Chancen auf einen Sieg auszurechnen, sind die Traunsteiner Ringer bei der SpVgg Freising angetreten. Und auch nach der Waage war für die ohne ihren bulgarischen Spitzenringer Plamen Petrov und Yoan Dimitrov angetretenen Traunsteiner die Welt noch in Ordnung. Am Ende musste die Truppe um Chefcoach Petar Stefanov eine unerwartet hohe 7:21-Niederlage hinnehmen. „Das war so nicht eingeplant. Einige Ergebnisse hätten auch anders herum ausgehen können“, war Stefanov wenig begeistert,

Die ersten Punkte gingen gleich an den TVT: Yusuf Raiskhel, der seinen Kontrahenten Christian Zacherl praktisch nach Belieben beherrschte, holte mit einer Serie von Durchdrehern nach knapp zwei Kampfminuten den Sieg mit technischer Überlegenheit. Gökhan Tetik hatte mit dem schnellen, aber leichteren Navid Saifi eine an sich lösbare Aufgabe vorgesetzt bekommen, fand aber nie so richtig in den Kampf. So siegte der Gastgeberringer nach sechs Minuten knapp. Ben Wittenzellner schien gegen Rabi Aziz leicht favorisiert. Dennoch wollte nach knapper Führung gegen den älteren Gastgeberringer nichts mehr so recht gelingen. Nach einer Unachtsamkeit musste der Traunsteiner in der ersten Runde aufs Blatt. Dem Fehlen von Dimitrov waren vier Minuspunkte geschuldet. Andreas Dik bekam mit dem deutschen Juniorenmeister Nico Sausenthaler eine unlösbare Aufgabe zugeteilt und wurde geschultert.

Seifullah Rahmani ging gegen Oliver Straub mutig in den Freistilkampf und hatte anfangs leichte Vorteile. Nach und nach setzte sich aber die Routine des Freisingers durch. Mahsun Ersayin wollte für den TVT punkten, Philipp Unützer hatte etwas dagegen. In dem ereignisarmen Mattenduell beäugten sich beide Ringer, der Freisinger hatte in den entscheidenden Aktionen immer ein Quäntchen mehr Glück. Eduard Tatarinov musste sich im ungewohnten klassischen Stil mit dem erfahrenen Freisinger Dominik Kratzer messen. Nie wirklich in Gefahr, hatte er ihn einmal aus der Bodenlage heraus kurzzeitig in der gefährlichen Lage und war auch im Stand kaum angreifbar. Am Ende stand ein 5:1-Punktsieg für Traunsteins Freistil-Ass zu Buche. Artur Tatarinov bekam es mit dem hochgewachsenen Christopher Mayer zu tun, dessen passive Ringweise vom Kampfrichter nur bedingt bestraft wurde. Mit zunehmendem Kampf machte sich bei Tatarinov eine schmerzhafte Knöchelverletzung bemerkbar. Dennoch verließ er mit einem Punktsieg die Matte. In der Vorrunde hatte Ilja Vorobev knapp das Nachsehen gegen den Freisinger Marcel Berger. Voll motiviert ging er deshalb in das Mattenduell. Vorobev, kurzzeitig wie der Sieger aussehend, brachte seinen Gegner in die gefährliche Lage, konnte ihn jedoch nicht fixieren. Am Ende ging dieses spannende Mattenduell zweier Extrakönner mit 5:8 verloren. Damit hieß das Gesamtergebnis 7:21 aus TVT-Sicht.

Eine in der Höhe nicht erwartete Niederlage mussten die Nachwuchsringer in der Grenzlandliga gegen den schlechter platzierten SV Wacker Burghausen hinnehmen. Die von Plamen Petrov betreute Truppe verlor mit 13:21. Für den TVT waren Justin Flemmer (36 kg), Leopold von Ellerts (46 kg), Leonard Rube (50 kg) und Maximilian Bach (55 kg) erfolgreich.wz

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