Au – Florian Dirscherl hat in der vergangenen Saison den ASV Au als Trainer zum Klassenerhalt geführt. In der laufenden Spielzeit steht er mit dem ASV auf einem direkten Abstiegsplatz.
Sie haben die letzten fünf Spiele nicht mehr gewonnen – wie sehr haben Sie die Winterpause herbeigesehnt?
Es ist gut, dass sie gekommen ist. Unser letztes Spiel ist ja ausgefallen, weil die Plätze gesperrt waren. Zuletzt haben Kraft und Konzentration schon gefehlt.
Wie fällt Ihre Bilanz der Herbstrunde aus?
Das war schon eine Berg- und Talfahrt. Die Erwartungshaltung vor der Saison war, dass wir abgeschossen werden. Insofern sind unsere 19 Punkte für mich schon sensationell. Wir haben mit mehreren Leuten im Stamm gespielt, die im Vorjahr noch in der Kreisklasse waren, Flo Schiffl haben wir aus unserer dritten Mannschaft hochgezogen, Sebastian Grad ist aus der Jugend gekommen und aktuell unser zweitbester Torschütze. Das sind noch herausragende Anekdoten, darf uns aber nicht zufrieden machen. Ein bisschen enttäuscht ist man schon, weil wir schon ein bisschen besser dagestanden sind. Und fünf Spiele ohne Sieg sind auch nicht der Anspruch, den wir hegen.
Zuletzt fielen beide Torhüter aus, Klaus Kunert sprang ein. Wie ist da die Situation?
Beide Torhüter sind fit und in der Vorbereitung wieder dabei. Wir sind sehr froh, dass der Klaus bei uns ausgeholfen hat. Das Ganze ist in fünf Minuten passiert, das zeichnet solche Typen aus, von denen es aber nicht mehr so viele gibt.
Sie haben noch zwei Nachholspiele zu bestreiten – ein Vorteil oder ein großer Druck?
Das kann auch ein Nachteil sein – und zwar, wenn man unsere letzte starke Rückrunde im Kopf hat, und meint, dass es von alleine wieder so geht. Ganz Au hat im Hinterkopf, dass wir damals in elf Spielen 23 Punkte geholt haben. Wir haben jetzt noch acht Heimspiele und vier Auswärtsspiele. Wenn wir unsere Heimspiele erfolgreich bestreiten und auch auswärts mal was mitnehmen, dann spielen wir nächstes Jahr wieder in der Bezirksliga.Interview: Neumeier