Königsbrunn – Mit zwei Stockerlplätzen sind die Rosenheimer Squasher Rudi Rohrmüller, Willi Wagmann, Erwin und Benedikt Friedl von der bayerischen Squash-Einzelmeisterschaft aus Königsbrunn nach Hause zurückgekehrt. Während Rohrmüller und Friedl junior in der höchsten Leistungsklasse spielten, glänzte Wagmann im Herren-B-Feld. Das Rosenheimer Vorstandsmitglied Wolfgang Weidinger: „Rudi ist als Favorit angereist und hat souverän gewonnen, für Willi war es schade, dass er im Finale körperlich eingebrochen ist, denn er hätte das spielerische Potenzial, das B-Feld zu gewinnen.“
Im Herren-A-Feld traf Rohrmüller im Viertelfinale auf den Bayernliga-Spieler Max Wohlleben, der bereits im Vorfeld durch einen Sieg gegen Bundesliga-Spieler Tim Vaclahovsky (Königsbrunner SC) klar gewann. Der 20-jährige Franke war dann gegen den 27-Jährigen vom RSQV ohne Chance und musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Im Halbfinale wartete mit Daniel Friedewald wieder ein Bayernliga-Spieler vom TSC Heuchelhof Würzburg. Rohrmüller musste nicht viel tun, um ins Finale einzuziehen, denn der 19-Jährige aus Würzburg zeigte zu viel Respekt, machte viele Eigenfehler und verlor klar mit 0:3. Der 30-jährige Finalgegner Florian Mühlberger vom Bundesligisten Königsbrunner SC zeigte sich nicht beeindruckt und lieferte einen engagierten Kampf. Der Innstädter musste insbesondere im ersten Durchgang einen Satzball abwehren, ehe er den Satz mit 12:10 für sich entscheiden konnte. Im weiteren Verlauf setzte sich Rohrmüller mit einer guten Taktik und einer sicheren Spielweise durch, sodass der Meistertitel nach Rosenheim ging.
Die Rosenheimer Verantwortlichen hatten sich entschieden, den 16-jährigen Benedikt Friedl im A-Feld starten zu lassen, um alle seine Spiele auf einem hohen Niveau zu halten. Am Ende reichte es bei vier Spielen zu einem Sieg und den elften Platz. RSQV-Sportchef Michael Kufner zeigte sich zufrieden: „Wieder ein bayerischer Meistertitel bei den Herren, das ist großartig. Rudi hat den Titel genau vor zehn Jahren bereits als Jugendspieler nach Rosenheim geholt. Für Bene war es natürlich hart, gegen gestandene Bayernliga-Spieler oder Bundesliga-Spieler anzutreten, aber für das Ziel deutsche Jugend-Einzelmeisterschaft war es die richtige Entscheidung, ihn gegen die Besten antreten zu lassen.“
Willi Wagmann, wie er leibt und lebt – und das gleich beim ersten Spiel gegen Jonas Ruprecht aus Erlangen. Ein bisschen sehr von sich überzeugt und schon 0:2 hinten, aber letztlich mit Kampfgeist und Siegeswillen in fünf Sätzen gewonnen. Das rächte sich im Finale, denn der 14-jährige Florian Stöger von der SI Taufkirchen ließ mit geduldigem Spiel und langen Ballwechseln dem dreimal so alten Wagmann die Luft raus. Am Ende hieß es 3:1. Trainer Rudi Rohrmüller: „Willi gab alles, war aber am Ende völlig entkräftet und machte zu viele Fehler. Und die Silbermedaille ist auch nicht schlecht.“
Erwin Friedel schloss die Meisterschaft mit zwei Niederlagen und einem Sieg als Zehnter ab.re