Nächster Murmeltier-Tag in Rosenheim

von Redaktion

Sechziger verlieren wieder in der Schlussphase Punkte – Zaric: „Lassen zu viel liegen“

Rosenheim – Und täglich grüßt das Murmeltier – der Fußball-Regionalligist TSV 1860 Rosenheim erlebt zwar nicht täglich das Gleiche wie Bill Murray als TV-Wetteransager, aber bei den Sechzigern wiederholt sich wöchentlich die „Seuche“, dass man in den Schlussminuten wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt liegen lässt. So auch am Samstag, als die Rosenheimer das bessere Team mit einigen klaren Chancen waren, der 1. FC Nürnberg II aber – gefühlt mit dem ersten Torschuss – in der 86. Minute den Siegtreffer erzielte.

Trainer Ogi Zaric von 1860 Rosenheim in der Pressekonferenz: „Wir hatten deutlich mehr Chancen als der Gegner. Diese Partie spiegelt irgendwie die Vorrunde wider. Meine Mannschaft spielt mutig und kommt auch zu Chancen. Letztlich lassen wir aber zu viel liegen.“ Sein Gegenüber Fabian Adelmann gab zu, dass es ein „glücklicher Sieg“ seiner Mannschaft war: „Es war eine kampfbetonte Partie, in der Rosenheim in der ersten Hälfte klar feldüberlegen war und mehr Ballbesitz hatte. Zur Pause haben wir taktisch umgestellt und waren danach besser im Spiel. Hundertprozentige Chancen habe ich kaum gesehen. Eigentlich war es ein Unentschieden-Spiel.“

Unter der Woche versprach Rosenheims Coach Zaric, dass sein Team noch einmal alles rausholen wolle, was im Tank steckt. Das taten die Sechziger dann auch, zeigten große Laufbereitschaft, nahmen jeden Zweikampf an, und dass die Partie vom spielerischen Niveau überschaubar war, war zum einen dem tiefstehenden Gegner und nicht gerade idealen Platzverhältnissen in dieser Jahreszeit geschuldet.

Rosenheim diktierte das Match weitgehend und hatte auch die einzigen beiden Torchancen. Der Kopfball von Markus Einsiedler nach Flanke von Robert Köhler landete aber genau in den Armen von Club-Keeper Jonas Wendlinger (15.). Viel knapper war es nach 21 Minuten, als Philipp Maier aus 25 Metern abzog und den Außenpfosten traf. Rosenheims Keeper Marius Herzig, der diesmal für Mario Stockenreiter im Tor stand, wurde nicht geprüft.

Auch im zweiten Durchgang hatte Rosenheim die besseren Chancen. Einem Kopfball von Matze Heiß fehlte die Präzision und bei Philipp Maiers zweitem Fernschuss fehlten nur Zentimeter (68.).

In der Schlussphase versuchte es Danijel Majdancevic erst gefährlich aus der Drehung (80.), ehe Nürnberg mit einer Aktion den Spielverlauf quasi auf den Kopf stellte. Nach einer Flanke von links kam 1860-Schlussmann Herzig nur mit einer Hand an den Ball und am langen Pfosten verwandelte Issaka Mouhaman zum 0:1 ins lange Eck (86.).

Die Zaric-Elf warf alles nach vorne und hatte durch den eingewechselten Mike Neumeier auch noch zwei gute Chancen (87./88.). Bei seinem Kopfball rettete Nürnbergs Keeper sensationell mit einem Reflex und sicherte den Gästen den umjubelten Auswärtssieg. Und die Sechziger schlichen wieder einmal mit hängenden Köpfen vom Platz.

TSV 1860 Rosenheim: Herzig, Krätschmer, Lenz, Heiß, Köhler, Maier, Räuber, Bosnjak, Einsiedler, Krüger (ab 68. Neumeier), Majdancevic (ab 81. Goncalves).

Schiedsrichter: Hartl (Hacklberg).

Zuschauer: 300.

Tor: 0:1 Mouhaman (86.).

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