Rosenheim – Zweites Topspiel in Folge für die Starbulls Rosenheim, zum zweiten Mal führte die Truppe von Trainer Manuel Kofler mit zwei Toren und zweimal mussten Tobias Draxinger und Co. das Eis trotz guter Leistung als Verlierer verlassen. So geschehen gestern Abend beim Spitzenspiel gegen Regenburg, das mit dem 4:3 (0:1/1:1(2:3)-Sieg, seine Spitzenposition verteidigte und damit gleichzeitig der Sprung der Starbulls Rosenheim nach ganz oben verhinderte. Den Siegtreffer markierte übrigens ein Ex-Rosenheimer: Leopold Tausch schloss einen blitzsauberen Angriff mit eibnem trockenen Schuss in den Winkel ab. Allein dieser Treffer unterstrich die Klasse der Gäste aus Regensburg und Trainer Manuel Kofler gab zu: „Gratulation. Es war ein verdienter Sieg für Regensburg, das vor dem Tor mehr investiert hat“.
Angesprochen auf die durchaus gute Leistung seines Teams meinte der Starbulls-Coach: „Gute Spiele allein reichen nicht, 30 Sekunden Unachtsamkeit können gegen Top-Mannschaften wie Landshut und Regensburg den Unterschied machen. Heute hat es in der Defensive dreimal nicht geklappt. Das wird von Spitzenteams einfach bestraft. Daran müssen wir arbeiten“.
Das Oberliga-Topspiel verdiente die Bezeichnung zu jeder Zeit der Partie. Da ging es rauf und runter, Chancen hab es auf beiden Seiten genügend und die 3021 Zuschauer bekamen für ihr Eintrittsgeld ein sehr gutes Eishockeyspiel geboten. „Entscheidend für unsere Sige war, dass wir läuferisch und kämpferisch mit Rosenheim mitgehalten haben. Nach dem Rückstand haben wir nicht aufgesteckt und weiterhin alles versucht. Wir sind glücklich hier zu gewinnen. Für mich waren das sechs Punkte“, sagte Gäste-Trainer Igor Pavlov in der Presekonferenz. Auch nach einem 0:2-Rückstand durch zwei Rosenheimer Verteidiger-Torte von Manuel Neumann und Max Vollmayer steckten die Gäste nicht auf und kamen durch zwei Weitschüsse zum 2:2. Zweimal war Starbulls-Keeper Lukas Steinhauer die Sicht verdeckt, allerdings hatte der Rosenheimer Keeper im gesamten Spielverlauf viel schwieriger Schüsse gehalten. Auch beim 3:3-Ausgleich sah Steinhauer unglücklich aus.
Dann folgte eine weitere spielentscheidende Szene: Vitezslav Bilek startete ein Solo, schloss hervorragend ab, traf aber nur den Pfosten (50.). Statt der Rosenheimer Führung lagen plötzlich die Oberpfälzer zwei Minuten später spielentscheidend in Front, weil deren Paradereihe ihre ganze Klasse zeigen durfte. Bei einem Gegenstoß wanderte die Scheibe perfekt über Divis und Nikola Gajovsky zu Leopold Tausch und der ehemalige Starbulls-Stürmer ließ sich die Chance zum 3:4 nicht nehmen (52.). bz/re