Meister ist nicht in der Favoritenrolle

von Redaktion

Kolbermoors Tischtennis-Damen treten am Sonntag beim Spitzenreiter in Berlin an

Kolbermoor – Wenn Kolbermoors Bundesliga-Tischtennis-Tamen am Sonntag ihr letztes Vorrundenspiel beim Spitzenreiter ttc berlin eastside bestreiten, dann scheint die Favoritenrolle schon vor dieser Begegnung vergeben zu sein.

„Das Beste kommt zum Schluss“, sagt ein Sprichwort. In der Regel war dies in den letzten Jahren auch so, wenn das Duell zwischen den Damen des SV-DJK Kolbermoor und den Damen aus der Hauptstadt anstand. Sogar in der letzten Saison war dies der Fall, als sich beide Mannschaften im Play-off-Viertelfinale gegenüberstanden. Am 11. Mai und zwei Tage später landete nämlich das Kolbermoorer Quartett jeweils einen 6:3-Erfolg und wurde später auch deutscher Meister. Die Mannschaftsaufstellungen von damals und jetzt sind – zumindest auf Berliner Seite – nicht zu vergleichen. Die Bundeshauptstädterinnen mussten damals gleich auf mehrere Stammspielerinnen verzichten, sodass als einzige Stammspielerin Georgina Pota im Aufgebot stand. Den Rest des Teams füllte die Oberliga-Mannschaft, unter anderem mit Berlins Trainerin Irina Palina und deren Tochter Lilia, auf. Für diese Saison hat man sich dann auch dementsprechend verstärkt und das der Konkurrenz bis auf zwei Ausnahmen auch spüren lassen. Vor wenigen Tagen gewannen die Berlinerinnen beim TSV Langstadt und schonten mit Xiaona Shan und Pota ihre beiden Spitzenspielerinnen.

Kolbermoors Damen sind in Berlin also nicht in der Favoritenrolle. „Unsere Leistung waren zuletzt sehr durchwachsen“, gibt Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs zu. Während die heimischen Damen am Sonntag wieder in ihrer gewohnten Aufstellung antreten werden, müssen sie sich abwarten, wie die Gastgeberinnen antreten. „Wenn sie so spielen wie zuletzt, dann kann zumindest im hinteren Paarkreuz was drin sein. Ich denke aber, dass sie mindestens eine Akteurin ihres ersten Paarkreuzes spielen lassen. Vermutlich Georgina Pota, da Xiaona Shan noch nicht in Topform ist“, glaubt Fuchs.

Einiges wird sich der derzeitige Tabellenvierte aber einfallen lassen müssen. Zumindest Kristin Lang hätte gegen Pota noch eine Rechnung offen. Im letzten Duell musste sich die 33-Jährige nach einer 2:0-Satzführung am Ende im Entscheidungssatz noch geschlagen geben. Die Tabellensituation vor dieser Begegnung sieht so aus, dass eine Niederlage im schlimmsten Fall das Abrutschen auf den sechsten Platz bedeuten kann. „Dann würde es schwer werden, am Ende der Saison noch Platz zwei zu erreichen“, so Fuchs.eg

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