Weihnachtspakete stoppen Sportkarriere

von Redaktion

Eishockeyspieler Florian Fischer wechselte von den Starbulls zu den Aibdogs. Dem 20-jährigen Verteidiger, der die gesamte Jugend der Rosenheimer durchlaufen hat, gelang in 16 Oberliga Partien ein Assist. Im ersten Spiel für seinen neuen Verein aus Bad Aibling erzielte er auf Anhieb ein Tor.

Es war nicht ganz einfach Sie zum Interview zu erreichen, was machen Sie beruflich?

Ich bin als Paketbote bei der DHL sehr eingespannt und habe einfach wenig Zeit. Besonders jetzt in der Weihnachtszeit sind die Arbeitstage sehr lang und stressig.

Warum ließen Sie Ihren Tryout-Vertrag bei den Starbulls auslaufen?

Wie schon gesagt, ich habe aktuell einfach zu wenig Zeit. Wegen der Arbeit kann ich nur zweimal in der Woche ins Training gehen – und sogar zu den beiden Abendeinheiten komme ich meistens zu spät. Dadurch macht es wenig Sinn. Es ist einfach verschwendete Zeit, wenn ich jedes Wochenende dabei bin, ohne Spielminuten zu sammeln.

Wurde von Vereinsseite Verständnis für die Entscheidung aufgebracht?

Auf jeden Fall. Im Prinzip habe ich die Entscheidung zusammen mit Manu (Manuel Kofler, Trainer der Starbulls, Anmerkung d. Red.) getroffen. Er fand es schade, aber vertritt auch die Meinung, dass es aktuell wenig Sinn macht.

Können Sie mir den Ablauf einer Woche in der Oberliga-Mannschaft bei den Starbulls schildern?

Eine Woche beginnt Montagmittag mit Ausdauer- und Powertraining. Dienstag ist ein freier Tag – eigentlich der einzige. Mittwoch finden zwei Trainingseinheiten statt. Am Vormittag Powerplay- und Torwarttraining und am Abend eine weitere Trainingseinheit. Donnerstagabend wird dann das Abschlusstraining absolviert. Freitag ist Spieltag und Samstagvormittag findet eine Regenerations- und Vorbereitungseinheit für das Sonntagsspiel statt. Vor allen Trainingseinheiten gibt es in der Regel ein ausgiebiges Aufwärmprogramm. Zusätzlich zu den angesetzten Trainingseinheiten muss man viel Zeit im Kraftraum aufwenden, um in dieser Liga bestehen zu können.

Wie läuft die Woche bei der Landesliga-Mannschaft in Bad Aibling ab?

Wir trainieren nur zweimal in der Woche und haben aktuell auch nur ein Spiel am Wochenende. Nach Weihnachten haben wir jedoch auch wieder zwei Spiele.

Wie kam es zum Wechsel nach Bad Aibling?

Manu hat mich gefragt, ob ich in Aibling spielen will, da sie auf der Suche nach einem Verteidiger waren und dann ging alles ganz schnell. Am Wochenende nach unserem Gespräch bin ich schon für die Aibdogs aufgelaufen.

Liegt ihre Zukunft im Eishockey bei den Aibdogs?

Aktuell ja. Aufgrund meiner Arbeit und den enttäuschenden Monaten bei den Starbulls, mit sehr wenig bis gar keiner Spielpraxis, fehlt mir die Motivation, es in einer höheren Klasse zu versuchen.

Wie sieht Ihre berufliche Zukunft aus?

Beruflich will ich mich in nächster Zeit verändern. Mein Ziel ist eine Karriere beim Zoll. Das ist ein weiterer Grund, warum ich noch nicht genau sagen kann, wie es mit der Eishockey-Karriere weitergeht.Interview: Kifinger

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