Mit 3:4 nach Verlängerung unterlag der Eishockey-Oberligist EHC Waldkraiburg am Freitagabend in der Raiffeisen Arena dem VER Selb. Wie eine echte Niederlage fühlte es sich aber nicht an, denn die Löwen waren früh in Führung gegangen und konnten gegen verunsicherte Selber das Spiel lange offen halten. Am Ende brachten die Wölfe ihre nicht abzustreitende Qualität zwar aufs Eis und sahen schon wie der Sieger aus. Doch dann schlug EHC-Stürmer Bobby Chaumont zu und brachte den EHC in der letzten Sekunde in die Verlängerung – es war der dritte Treffer des Kanadiers, nachdem er schon die ersten beiden Tore für die Löwen erzielt hatte. In der Verlängerung zogen die Löwen zwar schnell den Kürzeren, als Landon Gare nach 27 Sekunden alleingelassen einschieben konnte und Selb den Zusatzpunkt sicherte. „Ich hatte Bedenken, dass wir im letzten Drittel konditionell etwas einbrechen, aber dem war nicht so“, erklärte EHC-Coach Sebastian Wolsch nach dem Spiel. „Darum muss ich meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen.“ Die Bilanz in der Overtime ist allerdings noch verbesserungswürdig. Zum siebten Mal gingen die Löwen heuer in die Verlängerung, zum siebten Mal ging man als Verlierer vom Eis.göß