Durchwachsener Auftakt

von Redaktion

Trainingsrückstände bei den Naturbahnrodlern

Kühtai – Beim traditionellen Naturbahn-Saisonauftakt im österreichischen Kühtai hat das Team des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) sein Möglichstes getan. Hinter den siegreichen Italienern hatten sie allerdings das Nachsehen. Wieder einmal waren die Südtiroler das Maß aller Dinge. Evelin Landthaler sicherte sich den Sieg bei den Damen, Alex Gruber den bei den Herren und auch im Team blieben sie ungeschlagen. Dicht gefolgt von den Lokalmatadoren aus Österreich.

Zwar sicherte sich das deutsche Team mit Sara Bachmann (WSV Unterammergau), Marius Schmelzer (WSV Oberaudorf) und Lisa Walch (WSV Unterammergau) den vierten Platz hinter den Russen, muss sich aber klare Trainingsrückstände hinter den Top-Nationen eingestehen. „Zwei Trainingstage auf Eis sind einfach zu wenig“, bilanzierte der sportliche Leiter Gerhard Pilz. „Wir müssen in den kommenden zwei Wochen richtig Gas geben.“

Dem stimmen die Athleten voll zu. „Es war ein sehr durchwachsenes Wochenende“, gibt sich der Bad Feilnbacher Schmelzer selbstkritisch. „Es lässt noch viel Luft nach oben zu. Die nächsten Wochen haben wir ja zum Glück endlich die Möglichkeit zu trainieren.“ Der 23-Jährige belegte beim Saisonauftakt Platz 13. Ihm folgten seine Teamkollegen Josef Limmer (SC Riessersee) und Oliver Schiller (WSV Unterammergau). Für den Junior Schiller absolut in Ordnung: „Bei den vier Fahrten, die ich absolviert habe, konnte man leider viel erwarten, da es eine sehr anspruchsvolle Bahn ist. Dennoch bin ich mit Platz 15 zufrieden, da ich mich im Rennen steigern konnte.“ Für Limmer ist es die erste Saison in der allgemeinen Klasse. „Das ist eine andere Liga“, gibt Trainer Pilz zu bedenken. Trotzdem ist er sich sicher, dass sich der 20-Jährige steigern wird.

Steigern müssen sich auch die Damen. Obwohl sie laut dem sportlichen Leiter eine passable Leistung ablieferten. Vor allem Juniorin Walch war zufrieden: „Das erste Rennen ist immer eine Standortbestimmung. Ich bin zufrieden mit meinem achten Platz und dem vierten im Team. Ich habe jetzt zwei Wochen Zeit, mich auf die Juniorenrennen vorzubereiten.“

Die Standortbestimmung ist für das Trainerteam klar: „Wir haben einen großen Trainingsrückstand. Die arrivierten Fahrer sind uns weit voraus.“ Diese Lücken sollen vor allem bis zum ersten Junioren-Weltcup am 2. und 3. Januar in Winterleiten geschlossen werden.

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