Ohne Training zur Titelverteidigung

von Redaktion

Christian Dürmeier nutzt Oberbayern Open in Mühldorf als Training für die Racketlon-Bundesliga

Oskar Männer verpasste im Feld der Herren Einzel B1 als Vierter knapp eine Medaille.

Michael Mandl belegte bei den Herren im Einzel B1 Platz fünf.

Mühldorf – Bereits zum siebten Mal in Folge sind die Oberbayern Open im Racketlon, bei denen es um Ranglistenpunkte geht, im La Vita in Mühldorf ausgetragen worden. Organisiert wurde das Turnier von Michael Grimm und dem Racketlon Club Rimshot Mühldorf. Auch in diesem Jahr war das Feld durchaus hochkarätig besetzt. Mit Michael Grimm, Dr. Dominik Chittka und Titelverteidiger Christian Dürmeier waren drei aktuelle Mühldorfer Bundesliga-Spieler am Start. Außerdem nahmen unter anderem Christian Ried, Team-Weltmeister in der Kategorie B, von der Racket Union Nürnberg, sein Sohn, der dreifache Europameister, Cornelius Ried, und Bastian Böhm, zweifacher Europameister, teil.

„Racketlon kommt aus Skandinavien und ist eine Turniersportart, die aus vier sehr bekannten und beliebten Disziplinen besteht: Badminton, Squash, Tennis und Tischtennis“, erklärt Organisator Grimm. Das Prinzip ist einfach: Es wird vom kleinsten zum größten Schläger (englisch „racket“) gespielt. Eins gegen eins, vier Sätze bis 21 Punkte und wer zusammengerechnet am meisten Punkte gesammelt hat, hat gewonnen. Entscheidend ist, dass jeder Punkt zählt. „Bei Gleichstand nach den vier Sätzen wird ein Gummiarm – Entscheidungspunkt – im Tennis gespielt. Die Münze entscheidet dabei über das Service und es gibt nur einen einzigen Aufschlag“, so Grimm, der sich im Feld A Titelverteidiger Christian Dürmeier und Mannschaftskollege Dominik Chittka geschlagen geben musste.

Dürmeier spielt bereits seit der Vereinsgründung der Rimshots Mühldorf im Jahr 2012 Racketlon. Zusammen mit Astrid Reimer-Kern (Vize-Weltmeisterin), Michiael Grimm und Dr. Dominik Chittka schaffte er den Durchmarsch in die erste Racketlon-Bundesliga. Dass die Sportart so abwechslungsreich ist, beeindruckt ihn dabei am meisten: „Das Besondere am Racketlon ist die Vielseitigkeit, man muss in allen Sportarten gut sein und darf kein Loch haben. Jeder Punkt zählt. Da ist es wichtig, wenig Punkte abzugeben. Das ist oft vor allem Kopfsache.“

Sein Steckenpferd ist zwar das Tennis, das er schon seit mehr als 20 Jahren betreibt, aber im Racketlon spielt er die anderen Sportarten lieber, „weil ich da am unzufriedensten mit mir bin. Ich meine, ich muss mein Spiel umstellen, besonders gegen schwächere Gegner will ich dann nur noch passiv agieren, um keine Fehler zu machen. Genau das ist das Problem beim Racketlon, da musst du immer Vollgas geben.“ Während den ersten Jahren bei den Rimshots spielte der Kraiburger zusätzlich in einer Badminton-Mannschaft, um sich in der Disziplin zu verbessern. Aber: „Wenn du eine Sportart lang genug spielst, hast du automatisch das Gefühl für die anderen“, erklärt der 29-Jährige.

Den Trainingsaufwand, den die höchste deutsche Spielklasse mit sich bringt, beschreibt Dürmeier so: „Es gibt kein Training, im Sommer spiele ich nur Tennis. Im Herbst, Winter und Frühling das, worauf ich Lust habe. Squash und Badminton sind mir am Liebsten, da powert man sich voll aus und danach geht’s noch bisserl in die Sauna.“

Die Oberbayern Open sieht er als gute Trainingseinheit für die nächsten Spieltage in der Racketlon- Bundesliga, die sich auf zwei Wochenenden im Jahr aufteilt. Mit dem Turniersieg in Mühldorf fühlt er sich für die neue Saison gut gerüstet.

Die Ergebnisse

Herren Einzel Feld A: 1. Christian Dürmeier, 2. Dominik Chittka, 3. Michael Grimm.

Herren Einzel Feld B1: 1. Daniel Kölbl, 2. Peter Drschka, 3. Frank Graeber.

Herren Einzel Feld B2: 1. Cornelius Ried, 2. Oliver Weiß, 3. Benjamin Eckmanns.

Herren Einzel Feld C: 1. Arthur Zabos, 2. Bastian Böhm, 3. Michael Sandner.

Rimmers einziger Verein in der Region

Der Racketlon Club Rimshot Mühldorf (The Rimmers) ist einer von zwei beim deutschen Racketlon-Verband gemeldeten Vereine in Bayern und der einzige in Oberbayern. Neben den Oberbayern Open in Mühldorf, findet bereits seit zehn Jahren das Traunsteiner Racketlonturnier in der Region statt. Deutschlandweit gibt es fünf Bundesligen (Team), die jeweils an zwei Spieltagen – zwei Wochenenden – ausgetragen werden. Außerdem sucht der deutsche Racketlon-Verband jährlich einen Meister in Einzel, Doppel und Mixed. International findet ebenfalls jährlich sowohl eine World Tour (ähnlich wie im Tennis) als auch eine Europa- und Weltmeisterschaft statt.

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