Ziel: Heim-Grand-Prix

von Redaktion

Schmerzen stoppen Eisspeedway-Pilot Bauer in Russland

Neftekamsk – Unerfreuliche Überraschung, statt einer ordentlichen Saisonvorbereitung: Schmerzen stoppten Eisspeedway-Pilot Günther Bauer aus Schleching, bei seinem Trainingslager in Neftekamsk, Russland.

Nach der langen Anreise kam der 46-Jährige kaum zum Fahren, ehe er wieder pausieren musste. „Die Schmerzen waren echt grausig“, berichtet Bauer. Wie sich inzwischen herausstellte, legte ihn eine Schleimbeutelentzündung lahm.

Zu viel wehklagen mag Bauer trotzdem nicht. „Ichmusste mich erst einmal schonen. Jetzt habe ich beim Skifahren getestet, wie fit ich bin, etwa eine Stunde lang ging es ganz gut.“

Nach den Weihnachtsfeiertagen reist er mit seinem Sohn Luca Bauer dann nach Schweden, um sich auf die WM-Qualifikation in Örnsköldsvik (Schweden) vorzubereiten. Diese findet am Samstag, 12. Januar statt. Der neunmalige deutsche Meister hofft darauf, in Schweden ausreichend Fahrpraxis sammeln zu können.

Auf mehr Fahrpraxis hofft auch sein Sohn. Der 20-Jährige konnte in Neftekamsk nur wenig üben, denn er hatte zwei Stürze. Allerdings „war er schnell wieder fit“, zeigt sich sein Vater erleichtert. Luca Bauer geht in diesem Jahr wieder mit italienischer Lizenz an den Start und hat ebenfalls einen Platz in der WM-Qualifikation sicher. Ob es schon für den Sprung in den Grand Prix reicht, ist angesichts mangelnder Fahrpraxis ungewiss. Doch der 20-Jährige will zumindest zeigen, dass er der internationalen Konkurrenz einen Schritt nähergekommen ist.

Gelingt dies, kann er beim Heim-Grand-Prix in Inzell (15. bis 17. März 2019) darauf hoffen, durch den Veranstalter als Reservefahrer gemeldet zu werden. Dann könnte er am Freitag, 15. März das komplette WM-Training absolvieren und möglicherweise auch den ein oder anderen Renneinsatz bekommen. Schafft zuvor auch noch Günther Bauer den Sprung ins WM-Feld, könnte es dann sogar heißen: „Bauer gegen Bauer.“ Bevor es aber so weit kommen kann, steht für beide Piloten erst einmal der Versuch an, sich möglichst gut vorzubereiten. who

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