Garmisch – Die Serie der Starbulls Rosenheim bleibt bestehen: Auch gestern Abend verloren die Eishockeyspieler im fünften Spiel in Folge mit einem Tor Unterschied. Rosenheim unterlag im Derby in Riessersee mit 1:2 und wieder fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung. Wenigstens gab es einen Teilerfolg für die momentan glücklosen Rosenheimer. Die Partie war geprägt von zwei enorm starken Torhütern, von defensiv konzentriert arbeitenden Teams, die allerdings auch in der Offensive viele Akzente setzen.
Am Ende gewann wieder einmal die glücklichere Mannschaft, denn auch Rosenheim hätte den Zusatzpunkt verdient gehabt. Allerdings profitierten die Hausherren von einem überflüssigen Foul von Dusan Frosch, der Naenfeldt bei einem halbherzig geführten Zweikampf zu Fall brachte. Obwohl Rosenheim gestern in Unterzahl nichts zuließ und selbst ein paar gute Konterchancen hatte, nutzte Garmisch in der Overtime die numerische Überlegenheit aus. Kurz vorher scheiterte Daniel Bucheli bei einem Konter an der Fanghand des überragenden Kevin Reich.
Im ersten Drittel waren die Rosenheimer die bessere Mannschaft und gingen, wenn auch spät, aber verdient in Führung. Max Vollmayer, der kurz vor Schluss bei einem tollen Solo den Siegtreffer auf dem Schläger hatte, schickte Michael Baindl mit einem Traumpass auf die Reise und der schloss stark ab. Der Garmischer Ausgleich fiel nach einem abgefälschten Schuss durch Federolf, bei dem der ansonsten fehlerfrei haltende Lukas Steinhauer keine Chance hatte. Steinhauer war es auch, der sein Team in der Folgzeit bei einigen Garmischer Überzahlsituationen im Spiel hielt.
Das 1:1 nach 40 Minuten war gerecht und im Schlussabschnitt sahen die knapp 3000 Zuschauer im Garmischer Eisstadion ein weiterhin flottes Spiel mit ausgeglichenen Spielanteilen. Beide Teams hatte Chancen die Partie in der regulären Spielzeit für sich zu entscheiden. Rosenheim bot eine gute und engagierte Leistung. Das bestätigten auch beide Trainer in der Pressekonferenz. Manuel Kofler: „Mir tut es leid für meine Spieler, dass sie sich nicht belohnt haben, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung. bz