Rosenheim – Alexander Höller (34 Jahre) zählte drei Jahre lang zu den gefährlichsten deutschen Eishockeystürmern in der DEL 2. Er spielte ein Jahr in Crimmitschau und zweieinhalb Jahre in Dresden. Heute geht der Außenstürmer erstmals für die Starbulls in der Oberliga auf Torejagd (siehe auch Bericht links). Die OVB-Sportredaktion sprach gestern kurz nach seiner Ankunft in Rosenheim mit dem gebürtigen Tiroler.
Woher kommt die deutsche Staatsbürgerschaft?
Geboren bin ich in Innsbruck und mein Vater hat die deutsche Staatsbürgerschaft.
Die Starbulls und Trainer Franz Steer wollte Sie ja schon mal nach Rosenheim holen. Warum hat das nicht geklappt?
Ja das stimmt. Ich habe damals die Herausforderung in Deutschland gesucht, es gab viele Gespräche und letztendlich habe ich mich für Crimmitschau entschieden, weil das letztendlich das beste Gesamtpaket gewesen ist.
Sie haben nach Ihrer Vertragsauflösung in Dresden auch andere Angebote gehabt. Warum ist es letztendlich Rosenheim geworden?
Es war schön für mich zu sehen, wie viele Angebote und Anfragen reingekommen sind. Dann macht man sich natürlich viele Gedanken, was das Beste ist. Aber wie sich alle bei den Starbulls um mich bemüht haben und nach den Gesprächen mit dem Trainer und den Informationen der Spieler, mit denen ich zusammengespielt habe, war für mich und meine Familie klar, dass es Rosenheim wird.
Es gibt ja mit Christoph Echtler noch einen Deutsch-Österreicher im Rosenheimer Team. Kennt Ihr Euch? Kennen Sie sonst noch jemand?
Ich kenne zwei Spieler persönlich, mit denen ich zusammengespielt habe. Der eine ist Daniel Daniel Bucheli, mit dem ich in Crimmitschau in einem Team stand und der andere ist „Echti“ (Christoph Echtler Anm. d. Red.). Wir haben in Innsbruck zusammen die Meisterschaft in der 2. Liga geholt und sind aufgestiegen. Ihn kenne ich sehr gut und da habe ich mir natürlich Informationen eingeholt, die sehr positiv waren.
Wo genau sehen Sie Ihre Stärken?
Ich habe von überall ein bisschen was, ich bin sehr ehrgeizig und immer hungrig nach Erfolg. Ich will immer etwas zeigen und vor allem will ich gewinnen. Ehrgeiz gehört im Sport einfach dazu. Ich denke, dass ich auch mit meiner Erfahrung der Mannschaft helfen kann und natürlich auch mit der meiner Qualität.
Warum ist es in dieser Saison in Dresden nicht so gelaufen?
Da gibt es viele Faktoren, die zusammen spielen. An was es genau gelegen hat, kann ich nicht sagen. Das Einzige was ich sagen kann ist, dass ich mir nichts vorwerfen kann. Ich habe in jedem Spiel und in jedem Training den größtmöglichen Einsatz gezeigt. Oft ist es im Sport so, da funktioniert es einfach nicht. Was passiert ist, ist passiert und umso mehr freue ich mich jetzt auf die Zukunft.
Die Starbulls stecken aktuell in einer Ergebniskrise und schießen zu wenig Tore, Sie haben in dieser Saison auch nur zweimal in 32 Spielen getroffen. Warum wird die Verbindung Starbulls/Höller trotzdem klappen?
Von einer Krise will ich hier als Außenstehender bei den Starbulls nicht sprechen. Sie sind Fünfter. Ich bin jetzt neu hier und ich blicke nach vorne und will Erfolge feiern. Klappen wird es weil wir uns schon sprachlich gut verstehen, weil Rosenheim eine super Mannschaft hat, die charakterlich passt und ich denke ich passe super hier rein und das will ich auch zeigen.
Haben Sie gegen Rosenheim oft getroffen?
Ich weiß es nicht genau, gegen wen ich wie viele Tore geschossen habe, aber gegen Rosenheim waren sicher ein bis zwei oder mehr dabei. Aber ab sofort schieße ich sie hoffentlich für Rosenheim.
Mit welcher Rückennummer spielen Sie?
Spielen werde ich mit der Nummer 21. Ich habe eigentlich immer mit der Nummer elf gespielt, aber am 21. ist meine erste Tochter geboren und deshalb laufe ich jetzt mit der 21 auf.
Sie kommen mit Ihrer Familie?
Genau. Ich bin verheiratet und habe zwei kleine Mädchen. Eine ist drei und die Jüngere ist acht Monate. Interview: Hans-Jürgen Ziegler