Nove Mesto – Das war ein deutlicher Schritt nach vorn: Mit erfreulichen Ergebnissen haben sich die Skilangläufer des Stützpunkts Ruhpolding beim Continentalcup in Nove Mesto (Tschechien) präsentiert. Dort zeigten sie eine Leistungssteigerung gegenüber dem ersten COC der Saison in Isolaccia (Italien).
Der Lohn der Anstrengungen: Alexandra Danner (SC Lenggries) und Kim Hager (TV Gefrees) haben ihre Nominierungen für die Junioren-WM (ab 21. Januar in Lahti/Finnland) für die Altersklasse U20 bereits sicher, ebenso wie Florian Knopf (SLV Bernau). Auch für Anian Sossau (SC Eisenärzt) sieht es gut aus: „Er hat die halbe WM-Norm und wird voraussichtlich auch mitgenommen, denn neben der halben Norm hat er auch weitere gute Ergebnisse erreicht“, freut sich Stützpunkttrainer Frank Nitsch.
Auf die WM hoffen darf bei den älteren Jahrgängen auch Albert Kuchler (SpVgg Lam): Im abschließenden Massenstart-Rennen in Nove Mesto über 20 Kilometer (klassische Technik) wurde er Sechster und war damit drittbester U23-Läufer. Das bedeutet die halbe WM-Norm, „aber hier müssen wir noch die endgültige Nominierung im Laufe der Woche abwarten“, betont der 39-Jährige.
In Tschechien fanden zudem ein Sprint (KT) und ein Einzelrennen in Skating-Technik statt. Im Sprint gab es Rang 43 für Kuchler, im 15-Kilometer-Einzellauf (FT) Rang 29. Im Sprint wurde Richard Leupold (SK Dresden-Niedersedlitz) als Vierter bester Deutscher, im 15- Kilometer-Wettkampf Marius Cebulla (SWV Goldlauter/19.).
Bei den Junioren holte Florian Knopf als Dritter des Sprints sowie des 15-Kilometer-Massenstarts zwei Podestplätze und wurde Fünfter des Zehn-Kilometer-Einzelstarts. Im Massenstart „war sogar der Sieg drin“, betont der Stützpunkttrainer. Hier hatte sich ein Quartett abgesetzt. Es gewann der Franzose Jules Chappaz vor Friedrich Moch (WSV Isny/+ 0,6 Sekunden), Knopf (+ 1,2) und Jakob Milz (SV Oberreute/+ 1,5). Sossau wurde im Sprint-Finale Fünfter. Hinzu kamen die Ränge neun ((10 km FT) und 13 (15 km KT). Überzeugend agierte auch der nicht dem Stützpunkt angehörende Friedrich Moch. „Er hat nach einem kleinen Tief zu seiner alten Stärke zurückgefunden“, hebt Nitsch den Sieger des Zehn-Kilometer-Freistilrennens hervor.
Erfreulich waren auch die Vorstellungen von Nadine Herrmann (Bockauer SV): „In Italien lief es für sie noch nicht so, jetzt hat sie sich top präsentiert. Vor allem zeigt sie inzwischen, dass sie nicht mehr nur eine gute Sprinterin ist, sondern auch in den Distanzwettkämpfen gut mitmischen kann.“ Die 24-Jährige schrammte als Vierte des Sprints nur hauchdünn an einem Podestplatz vorbei, wurde über zehn Kilometer Freistil Fünfte und über 15 Kilometer in klassischer Technik Vierte. Herrmann darf am kommenden Wochenende beim Weltcup in Dresden mitmischen. Beide Distanzrennen bei den Frauen gewann Antonia Fräbel (WSV Asbach).
Auch bei den Juniorinnen ist das deutsche Team sehr gut aufgestellt. Im Sprint gewann Lisa Lohmann (WSV Oberhof), Alexandra Danner (SC Lenggries) wurde Sechste, ihre Stützpunkt-Kollegin Kim Hager (TV Gefrees) erkämpfte Rang 18. Über fünf Kilometer Freistil wurde Hager Zweite, Danner belegte den achten Platz. Im Massenstart wurde Lohmann Zweite vor Jessica Löschke (TSV Leuna), Danner und Hager. who